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Mitarbeiterbindung in Krisenzeiten: 8 wirksame Strategien, die in jedem Unternehmen funktionieren

Mitarbeiterbindung in Krisenzeiten: 8 wirksame Strategien, die in jedem Unternehmen funktionieren
  1. Definiert Euren Unternehmenszweck und bindet Eure Mitarbeitenden darin ein
  2. Habt Vertrauen in Eure Mitarbeitenden
  3. Gebt Euren Mitarbeitenden eine Stimme
  4. Holt Eure Mitarbeitenden vor den Vorhang
  5. Schafft einen starken Zusammenhalt innerhalb des Teams
  6. Bringt Euren Mitarbeitenden Wertschätzung und Anerkennung entgegen
  7. Sorgt für eine ausgeglichene Work-Life-Balance
  8. Bietet Euren Mitarbeitenden Weiterbildungs- und Aufstiegschancen

Was ist Mitarbeiterbindung?

Eine nachhaltige Mitarbeiterbindung und ein erfolgreiches Retention-Programm bauen auf zahlreichen Maßnahmen auf, die Unternehmen zur Verfügung stehen, um Mitarbeitende langfristig im Unternehmen zu halten. Themen wie eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit, eine gesunde Work-Life-Balance und eine vertrauensbasierte Unternehmenskultur stehen dabei im Fokus.

Seit Beginn der Corona-Pandemie nimmt die Unzufriedenheit im Job unter Österreichs ArbeitnehmerInnen signifikant zu – und somit auch deren Wechselwilligkeit.

Die Gründe dafür liegen weniger in der Aussicht auf ein höheres Gehalt als vielmehr im fehlenden Vertrauen der MitarbeiterInnen in ihre Führungskräfte und deren Verhalten in der Krise, wie unsere Corona-Studie „Leadership im Fokus“ zeigt.

4 Gründe, warum es sich gerade jetzt auszahlt, in eine starke Mitarbeiterbindung zu investieren

Der aktuelle Gallup Engagement Index bestätigt: Mitarbeitende mit hoher emotionaler Bindung zum Unternehmen zeigen …

kaum Wechselabsichten,

weniger Fehlzeiten.

… eine höhere Weiterempfehlungswahrscheinlichkeit der Unternehmensprodukte, angebotenen Dienstleistungen und Stellenausschreibungen des Unternehmens.

… eine deutlich niedrigere Burn-out-Gefahr in der Krisenzeit.

 

Kaum Wechselabsichten – niedrigere Fluktuationskosten

In Zeiten des Fachkräftemangels und des War for Talents ist es umso entscheidender, die klügsten Köpfe und deren Know-how langfristig im Unternehmen zu halten. Die Besetzung von Schlüsselpositionen ist herausfordernd und erfolgt idealerweise aus den eigenen Reihen.

Schlechte Mitarbeiterbindung führt unweigerlich zu beträchtlichen Fluktuationskosten. Eine Deloitte-Analyse verdeutlicht: Es rentiert sich langfristig, in Maßnahmen gegen ungewollte Fluktuation zu investieren – denn Fluktuation ist enorm teuer.

Die durchschnittlichen Fluktuationskosten liegen bei ungefähr 14.900 Euro pro Stelle! Es ist nachweislich nachhaltiger und kostengünstiger für Unternehmen, die Bindung vor allem ihrer Schlüsselkräfte zu stärken, anstatt in neue Ausschreibungen am Arbeitsmarkt zu investieren.

Laut Deloitte-Studie ist mit 19 % der Austrittsgrund Nummer 1: Unzufriedenheit mit der Führungskraft. Exzellente Führungsarbeit kann hier positive Mitarbeitererlebnisse schaffen, sinnstiftend wirken und persönliches und kollektives Wachstum ermöglichen.

Als Top-3-Maßnahmen gegen unerwünschte Fluktuation werden in der Deloitte-Analyse folgende Themen angegeben:

  • Weiterbildungsmaßnahmen
  • Verstärkte Mitarbeiterorientierung in allen unternehmensinternen Abläufen
  • Führungskräfte-Entwicklungsmaßnahmen

Niedrigere Burn-out-Gefahr in der Krisenzeit – Resilienz durch Partizipation

Höhere organisationale Resilienz kann durch verstärkte Mitarbeiterbeteiligung erreicht werden. Mitarbeitenden – sowohl hinsichtlich der Dauer als auch der Intensität – mehr Partizipationsmöglichkeiten sowie mehr Freiräume bei der Gestaltung individueller Arbeitsabläufe anzubieten, wirkt nachhaltig motivierend.

 

Mit diesen acht Strategien können Ihr selbst in Krisenzeiten Eure Mitarbeiterbindung steigern:

 

1. Definieren Sie Ihren Unternehmenszweck und binden Sie Mitarbeitenden darin ein

Für den CEO eines Unternehmens oder eine Ärztin, die Menschenleben rettet, ist es einfach zu verstehen, welchen Unterschied sein bzw. ihr Handeln für die Gesellschaft ausmacht. Eine größere Herausforderung ist es, diesen Sinn auch in der Lagerhalle, hinter einer Kassa oder vorm Computerbildschirm zu spüren.

Umso wesentlicher ist es, dass Führungskräfte klar definieren, was der übergeordnete Zweck des Unternehmens in der Gesellschaft ist und wie wichtig die Rolle jedes/r einzelnen Mitarbeitenden dabei ist, diesen Zweck zu erfüllen.

Mitarbeitende erfüllt es mit Stolz, wenn sie wissen, dass ihr Handeln, egal von welcher Position aus, sowohl für das Unternehmen als auch für die gesamte Gesellschaft von Bedeutung ist.

 

2. Haben Sie Vertrauen in Ihre Mitarbeitenden

Wenn der regelmäßige Austausch im Büro fehlt, gewinnt das Vertrauen gegenüber den Mitarbeitenden an Bedeutung. Kontrolle aus der Distanz erweist sich nicht nur als schwer umsetzbar, sondern stellt auch die Führungsqualitäten auf die Probe.

Im Gegensatz zum Command-and-Control-Führungsstil sind hier New-Leadership-Qualitäten wie Empathie und Kommunikationsfreudigkeit gefragt. Eine Führungskultur also, in der Offenheit und Transparenz herrscht.

„86 % der ArbeitnehmerInnen meinen, dass die Führungskräfte auf die gute Arbeit der Mitarbeitenden vertrauen, ohne sie ständig zu kontrollieren.“

*Auswertungsdaten von Bewerberunternehmen für die Auszeichnung „Österreichs Beste Arbeitgeber 2021“, die zwischen März und November 2020 ihre Mitarbeitenden befragt haben.

Es gilt also, einen sicheren Rahmen zu schaffen, in dem sich MitarbeiterInnen wohlfühlen. In dem sie die Freiheit haben, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen, anstatt das umzusetzen, was andere ihnen sagen. Erst so können sie lernen (auch aus ihren Fehlern!) und sich weiterentwickeln.

 

3. Geben Sie Mitarbeitenden eine Stimme

Eine gelebte offene Feedbackkultur und aktives Einfordern von Input und Ideen zeigt Wertschätzung und motiviert. Es macht Mitarbeitende zu MitunternehmerInnen. Vertrauen ist die Voraussetzung dafür.

Zahlreiche Möglichkeiten, die eigene Meinung mitzuteilen und sich einzubringen, untermauern die Wichtigkeit dieses Aspektes. Puls-Befragungen, Mitarbeiterbefragungen, Ideenwettbewerbe und Meetings sind denkbare Maßnahmen, die angeboten werden sollten.

 

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Corona-Best-Practice: Dialog-Box

Zur Kommunikation des Zukunftsbildes wird auf Dialog gesetzt. Dafür wurde ein „Workshop in der Box“ entwickelt. Die Strategie wird besprochen, Perspektiven werden verglichen und überlegt, was erste Schritte sind. Es wird klarer, wohin die gemeinsame Reise geht, es entsteht Raum für Austausch, Auseinandersetzung und auch gegenseitige Wertschätzung.

Im Dialog wird Mitarbeitenden ermöglicht, Vorschläge für Verbesserungen und Innovationen einzubringen sowie sich an Entscheidungsprozessen zu beteiligen, die ihr Arbeitsumfeld betreffen. Es werden beispielsweise Fragen in den Raum gestellt wie: „Was würden Sie im Unternehmen ändern, wenn Sie entscheiden könnten?“

 

4. Holen Sie Ihre Mitarbeitenden vor den Vorhang

Bewusst eingesetztes Lob für außergewöhnliche Anstrengungen, Hingabe und Lernwilligkeit wirkt nachhaltig motivierend und fördert das Vertrauen in die Führungskraft.

Unternehmen mit Mitarbeitenden, die in ihrem zugewiesenen Aufgabenbereich glänzen können und sich mit dem Unternehmen besonders gut identifizieren, kommen darüber hinaus besonders gut durch die Corona-Krise und halten in herausfordernden Zeiten eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit aufrecht.

In Verbindung mit einer empathischen Unternehmensführung und authentischer Kommunikation können diese Unternehmen in Krisenzeiten sogar starke Zuwächse in der Zufriedenheit erzielen.

 

5. Schaffen Sie einen starken Zusammenhalt innerhalb des Teams

Mitarbeitende, die sich als Teil einer Familie im Unternehmen fühlen, sind auch dazu bereit, die gewünschte Extrameile zu gehen. Sie sehen in ihrem Beruf mehr als nur einen Job. Sie sind loyaler und überlegen dementsprechend zweimal, bevor sie eine Kündigung oder einen Jobwechsel ernsthaft in Erwägung ziehen.

In belastenden Zeiten sind Mitarbeitende, die den Teamgeist in ihrem Unternehmen und ihrem direkten Arbeitsumfeld als besonders gut wahrnehmen, überdurchschnittlich zufrieden mit ihrer Arbeit.

Zufriedenheit mit dem Aufgabenbereich und ein gutes kollegiales Miteinander haben eine große Wirkung auf die Erfüllung, die Arbeitnehmende aus ihrer Arbeit beziehen. Spaß und Freude an der Tätigkeit erhöhen ungemein die Mitarbeiterzufriedenheit der Belegschaft.

Mitarbeitende, die keinen Zusammenhalt im Unternehmen wahrnehmen und mit den auf sie übertragenen Aufgaben unzufrieden sind, neigen zu einer deutlich schlechteren Einstufung der Mitarbeiterzufriedenheit. Die wahrgenommene Erfüllung im Kontext der Tätigkeit und das Feiern von besonderen Meilensteinen und Ereignissen trägt hingegen stark zur allgemeinen Mitarbeiterzufriedenheit bei.

Corona-Best-Practice: Virtual Pub Quiz und andere Zoom-Partys

Ein besonderes Highlight für die Mitarbeitenden war die Einführung der virtuellen Pub-Quiz-Nächte, die seit Beginn der Pandemie Spaß und Wissen in das Homeoffice der KollegInnen bringen. Dabei treffen sich 10 bis 15 Kollegen virtuell und werden von einer Moderatorin (eine Mitarbeiterin) durch das Quiz geführt. Die Antworten auf die Fragen werden separat verschickt und ausgewertet. Für die GewinnerInnen gibt es dabei immer kleine Preise.

 

6. Bringen Sie Mitarbeitenden Wertschätzung und Anerkennung entgegen

Zeigen Sie Mitarbeitenden, dass sie nicht nur Arbeitskräfte sind. Das gemeinsame Feiern von Erfolgen zeigt Wertschätzung und Anerkennung. Die Liste der Möglichkeiten ist lang und umfasst u. a.:

  • Feiern von Geburtstagen und anderen persönlichen Anlässen
  • Dankeskarten
  • Kleine Überraschungsgeschenke, z. B. Corona-Schoko mit persönlichem Gruß der GF
  • Bewusste Erwähnung der Erfolge (bei abteilungsübergreifenden Meetings oder großen Firmenfeiern)
  • Kommunikation von Kundenlob
  • Anerkennung durch Weiterbildungsprogramme
  • Belohnung mit Sachwerten (Wellness-Wochenende, Reise, Gutschein, …)
  • Vergabe von Awards

Welche Maßnahmen passen am besten zu IhremUnternehmen?

 

7. Sorgen Sie für eine ausgeglichene Work-Life-Balance

Eine gesunde Work-Life-Balance ist wichtig, um glücklich, zufrieden und produktiv zu bleiben. Flexible Arbeits(zeit)gestaltung ist dabei ein Schlüsselfaktor.

Am Arbeitsplatz werden oftmals Tag für Tag die gleichen Muskelgruppen beansprucht. Ein entsprechend aktives Angebot von Seiten des Unternehmens dient dazu, diesen besonderen Anforderungen gerecht zu werden und zugleich wichtige Präventionsarbeit zu leisten.

Ein effektives Ganzkörpertraining zum Beispiel, das unter fachlicher Online-Anleitung stattfindet, kann direkt am Arbeitsplatz oder im Homeoffice in Anspruch genommen werden. Der Vorteil liegt im direkten Alltagstransfer von gesundheitsfördernden Maßnahmen.

 

8. Bieten Sie Mitarbeitenden Weiterbildungs- und Aufstiegschancen

Hierbei geht es darum, auf die Stärken der MitarbeiterInnen zu fokussieren und diese zu fördern. Denn: Was man gerne macht, macht man auch gut! MitarbeiterInnen soll dabei die Möglichkeit geboten werden, sich nicht nur fachlich, sondern insbesondere auch persönlich weiterzuentwickeln.

Stärkenorientierung dient als wesentlicher Hebel zur Steigerung der emotionalen Bindung ans Unternehmen und trägt positiv zur persönlichen wie organisationalen Resilienz bei.

Ihr Unternehmen ist bereits ein besonders guter Arbeitgeber?

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