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Das Kurhaus Schärding macht Mitarbeitende glücklich: Eine Case-Study

Kurhaus Schärding

„Unsere Fluktuation ist de facto null“, freut sich Direktor Schopf über die Situation im Kurhaus der Barmherzigen Brüder in Schärding/OÖ. Kein Personalmangel – und das in einem Tourismusbetrieb! –, das ist ein großer Grund zu Freude, denn nicht nur der Warnruf, dass dem Tourismus das Personal ausgeht, wird immer lauter, auch die Tourismusschulen verzeichnen immer weniger Schulanfänger:innen.

Doch das Kurhaus Schärding ist auf einem exzellenten Weg. Direktor Schopf kennt nicht nur die richtigen Zutaten für den Erfolg, sondern weiß auch, welche Unternehmenskultur seine Mitarbeiter:innen besonders schätzen. Und das interne wie externe Feedback gibt ihm recht: Das Kurhaus Schärding zählt zu Österreichs Besten Arbeitgebern und wurde zudem als einer von Europas Besten Arbeitgebern ausgezeichnet.

Tauchen Sie ein in eine spannende Case-Study und erfahren Sie, wie in diesem ausgezeichneten Betrieb eine Kultur der Wertschätzung, des Lachens und des Gratulierens zelebriert wird. Besondere Best Practices erwarten Sie.

Warum das Kurhaus Schärding glückliche Mitarbeiter:innen hat

Wie bei einem guten Cocktail kommt es auch in der Arbeitswelt immer auf erstklassige Zutaten und die richtige Mischung an. Wollen, Können, Dürfen und Machen sind die Hauptzutaten im Kurhaus Schärding. Respektvoller Umgang, Individualität und Herzlichkeit sowie eine gute Balance zwischen Beruf und Familie sorgen schließlich für den perfekten Mix. Das Ergebnis: pure Zufriedenheit, die auch auf die Gäste übergreift. Denn glückliche Mitarbeiter:innen machen glückliche Gäste.

Das Kurhaus der Barmherzigen Brüder in Schärding, 1931 eröffnet, unterstützt damals wie heute Menschen in ihrem Bemühen, gesund zu bleiben oder es wieder zu werden. Die internationale Auszeichnung als eines der „Healing Hotels of the World“ bestätigt den einzigartigen integrativen Ansatz, der die Erkenntnisse der modernen Schulmedizin mit dem reichen Erfahrungsschatz gleich mehrerer bewährter Naturheilkunden kombiniert: traditionelle europäische Medizin nach Sebastian Kneipp, traditionelle chinesische Medizin und traditionelle indische Medizin, auch bekannt als Ayurveda.

Wenn sich wie hier alles um Gesundheit und Wohlbefinden dreht, erscheint es nur folgerichtig, dass auch das Wohlergehen der Mitarbeiter:innen großgeschrieben wird. So werden immer wieder auch spezielle Gesundheitsprogramme für das Personal entwickelt.

Best Practice 1: Gesundheitsprogramm nach dem zweiten Corona-Lockdown

Das Kurhaus hat nach dem zweiten Corona-Lockdown ein Programm gestartet, bei dem die Mitarbeiter:innen drei Wochen lang ganz bewusst auf die eigene Gesundheit achten sollten. Das Programm wurde medizinisch und ernährungspsychologisch begleitet und mit Bewegungsaktivitäten unterstützt. Nicht nur Direktor Schopf war begeistert: „Nach drei Wochen konnte jeder und jede der Teilnehmer:innen Veränderungen zum Positiven feststellen.“ Erfolge wie diese tun nicht nur dem Körper und der Seele gut, sie machen auch Freude und motivieren dazu, längerfristig am Ball zu bleiben.

Im Kurhaus ist man sich der Vorbildrolle für seine Gäste bewusst. Was noch dazukommt: Haben die Mitarbeiter:innen die wohltuende Wirkung der eigenen Dienstleistungen selbst erfahren, können sie diese besser an die Gäste kommunizieren.

FOR ALL Vertrauen 

 

Die Besonderheiten der Unternehmenskultur im Kurhaus Schärding

Qualität, Respekt, Verantwortung, Spiritualität und Hospitalität (also Gastlichkeit) sind die Fundamente und zentralen Werte des täglichen Miteinanders im Kurhaus.

Hinzu kommen besondere Umgangsformen, die im Unternehmen gelebt werden:

Fröhlichkeit

Lachen ist eine Besonderheit der Unternehmenskultur. Im Kurhaus Schärding wird viel gemeinsam gelacht, auch laut. „Das passt eigentlich nicht zu einem ehemaligen Kloster, aber es zeigt, dass Menschen bei uns arbeiten. Und diese Freude spüren auch unsere Gäste“, so Direktor Schopf.

Dankbarkeit und Wertschätzung

Auch die Kultur des Dankens ist fest im Unternehmen verankert. Der zentrale Wert der Gastfreundschaft, der Hospitalität, erstreckt sich auch auf das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Mitarbeitenden. Es wird also nicht als selbstverständlich angesehen, dass so hervorragende Arbeit geleistet wird. Ein kleines Dankeschön, zum Beispiel auch in Form der Great Place to Work®-Dankeskarten, kostet kaum etwas, vermittelt jedoch viel Anerkennung und Wertschätzung – eine kleine Überraschung, die Sender:innen und Empfänger:innen gleichermaßen eine Freude bereitet.

Best Practice 2: Persönliche Gratulation mit Geschenk

Besonders während der Pandemie und den Lockdowns war es dem Direktor wichtig, die Kultur des persönlichen Gratulierens aufrechtzuerhalten. Daher ist er zu jedem und jeder Mitarbeiter:in persönlich nach Hause gefahren und hat mit einem kleinen Präsent zum Geburtstag gratuliert. Meistens übrigens mit dem Fahrrad – für Harald Schopf ein doppelter Mehrwert.

Auch zu Weihnachten hat jede Führungskraft ihren Teammitgliedern persönliche Glückwünsche und kleine Präsente nach Hause gebracht.

Wertschätzung muss auch und besonders in schwierigen Zeiten gezeigt werden, um die Beziehung zu den Mitarbeiter:innen zu stärken.

Best Practice 3: Quartal des Respekts

Das Kurhaus Schärding hat ein Quartal im Jahr zum „Quartal des Respekts“ ausgerufen. In diesem Zeitraum weisen alle Mitarbeiter:innen mit Buttons auf die Bedeutung eines respektvollen Miteinanders hin. Auch kleine Kärtchen mit positiven Sprüchen werden in dieser Zeit verstärkt verteilt. Das fördert eine wertschätzende Kommunikation bei Gästen und Mitarbeitenden, die beide unverzichtbare Ressourcen für das Unternehmen sind.

Offene Bürotür

Die Bürotür des Direktors ist immer und für alle Mitarbeitenden geöffnet. Auch für private Themen nimmt sich der Direktor Zeit. Für Harald Schopf ist es die größte Anerkennung seitens seiner Mitarbeiter:innen, wenn diese auch mit privaten Sorgen und Problemen auf ihn zukommen. In diesen Momenten wird klar, dass sich eine wahre Kultur des Vertrauens etabliert hat.

Harald Schopf definiert seine Rolle so: „Ich arbeite nicht im Unternehmen, sondern am Unternehmen.“ Das tägliche Feedback-Aufnehmen und -Geben sei insofern sehr wichtig für die Weiterentwicklung des Unternehmens. Und weiter: „Leadership ist ganz wichtig. Mein Lieblingssatz dazu ist ‚Menschen starten in Unternehmen, aber sie verlassen Vorgesetzte‘. Und darin liegt sehr viel Wahrheit.“

Best Practice 4: Soziale Unterstützung durch Wohnraum

Im Kurhaus Schärding ist auch immer eine Wohnung frei, in der Mitarbeitende für einen gewissen Zeitraum sorgenfrei wohnen können. Diese soll vor allem jenen zur Verfügung stehen, die sich gerade in einer persönlichen wirtschaftlichen Notlage befinden.

Ausgeprägte Du-Kultur

Das Kurhaus lebt eine sehr ausgeprägte Du-Kultur. Direktor Schopf kennt alle Mitarbeiter:innen beim Vornamen. Gerade in der Hotellerie und Gastronomie ist für ein gutes Arbeitsklima ein respektvoller Umgang essenziell – in Richtung der Gäste sowieso, aber auch vonseiten der Gäste in Richtung der Mitarbeitenden. Als Führungskraft muss man in dieser Hinsicht sehr viel auffangen. Harald Schopf ist regelmäßig im Unternehmen bei den Mitarbeiter:innen unterwegs und führt Gespräche. Wertschätzung ist ein kontinuierlicher Prozess, der über einen längeren Zeitraum aufgebaut und vor allem laufend mit Leben erfüllt werden muss.

Benefits für alle Mitarbeiter:innen:

  • Sommerfest für die ganze Familie
  • Kurhaus-Ballnacht
  • Gesundheitswochen
  • Ausflüge, Konzertbesuche u. v. m.
  • Sonntagszuschlag
  • Auszahlung von Überstunden
  • gratis Mittagessen
  • Hilfe bei der Wohnungssuche
  • Loyalitätsprogramm
  • Infos für alle über die Unternehmens-App


Das Employer-Branding-Versprechen an Bewerber:innen und Mitarbeiter:innen

Freude an der Arbeit zu haben und eine besondere Energie, die am Arbeitsplatz zu spüren ist, werden laut Direktor Schopf in Zukunft ein ganz entscheidender Faktor im Employer-Branding sein.

Das Kurhaus Schärding macht zwei essenzielle Versprechungen an seine Mitarbeiter:innen:

1. Eine Kultur des Vertrauens

Im Betrieb wird es als ganz wichtig und keinesfalls selbstverständlich angesehen, dass man sich eine Kultur des Vertrauens aufgebaut hat. Das Kurhaus ist von alten Klostermauern umgeben und genau diesen geschützten Bereich will das Haus auch seinen Mitarbeiter:innen bieten, gemäß dem Leitsatz: Jeder darf Fehler machen und jeder darf sich entwickeln.

2. Fürsorge und Verantwortung für die Gesundheit

Im Unternehmen soll Gesundheit nicht nur „verkauft“, sondern auch wirklich umfassend gelebt werden. So wird das Prinzip der gesundheitlichen Vorsorge auch auf die Mitarbeiter:innen übertragen, die das volle Spektrum der Gesundheitsdienstleistungen des Kurhauses nutzen können.

Wie werden potenzielle Mitarbeiter:innen und Lehrlinge angesprochen und integriert?

Hier läuft viel über persönlichen Einsatz. Das Kurhaus Schärding besucht etwa Schulen und stellt sich dort als potenzieller Arbeitgeber vor. Es gibt die Möglichkeit für Schnuppertage im Unternehmen, an denen man Mitarbeiter:innen kennenlernt und auch Kontakte zu den Führungskräften knüpfen kann. Das erleichtert später den Einstieg ins Unternehmen immens.

Außerdem ist es dem Direktor ein Anliegen, jede:n neue:n Mitarbeitende:n persönlich kennenzulernen. „Ich möchte das Funkeln in den Augen sehen. Lernen kann man alles, aber die Leidenschaft für die touristische Dienstleistung muss gegeben sein“, ist Harald Schopf überzeugt.

Zusätzlich sind Mitarbeiter:innen in die Gestaltung neuer Programme integriert. Eine digitale Unternehmens-App sorgt für die gute Zusammenarbeit in diesem Bereich.

Der Erfolgsweg des Kurhauses Schärding

Kurhaus Schaerding Weg

Download der Kurhaus Schärding-Weg pdf.

Das Kurhaus Schärding hat sich erst vor kurzem auf die Great Place to Work®-Reise gemacht, und der bisherige Erfolgsweg kann sich sehen lassen:

Darüber hinaus wird alle drei Jahre von einem externen Anbieter eine anonyme und ordensweite Mitarbeiterbefragung durchgeführt. Die letzten drei Mal in Folge ist es dem Kurhaus Schärding gelungen, eine Auszeichnung für hervorragende Mitarbeiterführung zu bekommen.

Vor zwei Jahren hat sich der Betrieb außerdem von der Österreichischen Gesundheitskasse mit dem Siegel „Betriebliche Gesundheitsförderung“ zertifizieren lassen, das ebenfalls auf einer Mitarbeiterbefragung beruht. Dabei wurden 100 % Mitarbeiterzufriedenheit erreicht.

Direktor Schopf fühlt sich bestätigt, denn die Fluktuation lag in den besonders schwierigen Phasen der Pandemie bei null – und so ist es nach wie vor: „Unsere Fluktuation ist de facto null. Weder während der Pandemie noch jetzt haben wir Mitarbeiter:innen verloren. Wir haben Mitarbeiter:innen, die arbeiten seit 40 Jahren bei uns, und wir haben aktuell sogar sieben Lehrlinge bei uns. Die Zukunft ist gesichert.“

FAZIT: SO GELINGT DER AUSWEG AUS DEM PERSONALMANGEL IM TOURISMUS

Das Kurhaus Schärding macht vieles richtig. Das bestätigen auch die Mitarbeiter:innen, indem sie dem Unternehmen mit ihrem exzellenten Feedback den Rang eines der Besten Arbeitgeber sichern: in Österreich, in Europa und in der für die heutige Arbeitswelt so wichtigen Unterkategorie der Millennials. Während andere Tourismus- und Hotelleriebetriebe über Fachkräftemangel klagen, hat das Kurhaus die richtigen Zutaten für das Erfolgsrezept bereits entdeckt und setzt sie laufend ein. Das Grundgerüst ist eine Vertrauenskultur, die auf Wertschätzung, Dankbarkeit, Fürsorge und der Fröhlichkeit aller im Unternehmen aufbaut. Nicht nur der Gast ist im Kurhaus König, sondern auch jede:r einzelne Mitarbeitende – und dafür wird viel getan.

Wie das Kurhaus Schärding Gesundheit lebt und teilt sowie Einblicke in deren Unternehmenskultur, erfahren Sie im Podcast Interview mit Christian Moser. Hier auch als Video auf Youtube.


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