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Recruiting Trends: So finden Sie 2020 Ihre Talente

Recruiting Trends

Recruiting ist heutzutage nicht mehr nur einfaches, breit gestreutes Inserieren, das die Massen ansprechen soll. Der Arbeits- und Bewerbermarkt hat sich stark verändert und ist zu einem Nachfragemarkt seitens der Unternehmen geworden. Einen Vorsprung sichern sich jene Unternehmen, die sich im Recruiting zielgruppenspezifisch orientieren.

Von welchen Anforderungen Unternehmen betroffen sind und wie sie diesen mit im Trend liegenden Recruiting-Maßnahmen erfolgreich begegnen können, haben wir in diesem Beitrag für Sie zusammengefasst.

Anforderungen an Unternehmen im Recruiting

Durch die steigende Zahl von Millennials und Gen-Z-BewerberInnen am Arbeitsmarkt verändern sich auch die Ansprüche, die BewerberInnen an die Unternehmen stellen (Zukunftsinstitut 2014).

Was modernes Recruiting heutzutage braucht, ist nicht etwa die Ausweitung herkömmlicher Massenrekrutierungs-Methoden. Unternehmen müssen sich vielmehr auf die Veränderungen im Personalwesen einstellen und den neuen Ansprüchen der BewerberInnen in Zeiten des demographischen Wandels und auf den Arbeitsmarkt drängender junger Generationen gerecht werden.

Zu den Anforderungen an Unternehmen im Recruiting zählen unter anderem:

1. Kenne ich meine Zielgruppe? WER sind die potenziellen neuen Mitarbeitenden?

Damit Stelleninserate von den potenziellen neuen Mitarbeitenden gefunden werden, sollte unternehmensseitig klargestellt werden, wer und mit welchen Fähigkeiten gesucht wird.

Es geht also nicht nur darum, herauszufinden, welche Stelle besetzt werden soll, sondern vor allem, was das genaue Anforderungsprofil dieser Stelle und somit des/der zukünftigen Mitarbeitenden ist. So lässt sich die Zielgruppe (die gesuchten BewerberInnen) charakterisieren und ähnlich wie im Marketing-Prozess die „Persona“ definieren. Die weiteren Recruiting-Maßnahmen können dann entsprechend auf die Zielgruppe angepasst werden.

Berücksichtigen Sie dabei auch, was Ihr Unternehmen ausmacht. Ein Beispiel: Ein junges, dynamisches Team, das im Arbeitsalltag auf Flexibilität setzt, harmoniert nicht gut mit klassischen Hierarchien und BewerberInnen, welche sich klare Linien und standardisierte Abläufe wünschen. Die bestehende Unternehmenskultur sollte daher im Inserat spürbar übermittelt werden.

2. Erreiche ich meine Zielgruppe? WIE und WO finde ich potenzielle neue Mitarbeitende?

Die Zielgruppe gibt damit nicht nur den „inhaltlichen Stil“ des Inserats vor, sondern bestimmt auch, über welche Formate erfolgreich inseriert wird.

Beantworten Sie die Frage: Welche Portale und Formate nutzen die BewerberInnen, die erreicht werden sollen und wo finde ich potenzielle Mitarbeitende, die zum Unternehmen passen? 

Allgemeine Inserate, mit denen sämtliche Medien und Plattformen bespielt werden, sind in diesem Fall gegenüber gezielten Platzierungen im Nachteil.

Ein wesentlicher Faktor bezogen auf die Zielgruppe ist zusätzlich das altersgerechte Recruiting.

Altersgerechtes Recruiting – Generationenmanagement

Die Frage ist: Wie gehen wir mit der Generation Z auf er einen und älteren Arbeitssuchenden auf der anderen Seite um? Wie wirkt sich das Alter der potenziellen Mitarbeitenden auf Recruiting-Maßnahmen aus?

„Neben der Altersstruktur der Bevölkerung hat  sich in den letzten Jahren auch das Erwerbsverhalten der Personen ab 50 Jahren gewandelt: Sie gehen seltener frühzeitig in Pension und verbleiben länger im  Erwerbsleben.“ (AMS 2014).

Die Generation 50+

Altersgerechtes Arbeiten ist damit ein wichtiges Thema für die Zukunft. Es muss auf die Bedürfnisse der Generation 50+ eingegangen und eine Brücke zwischen älteren Erwerbstätigen und ihren jüngeren KollegInnen geschlagen werden.
Unternehmen sollten im Recruiting dieser Generation daher vor allem mit folgenden Voraussetzungen in ihren Inseraten punkten:

  • altersübergreifende Teams
  • altersspezifische Angebote
  • bedürfnisorientiertes Arbeitsumfeld

Ähnlich verhält es sich mit den ArbeitnehmerInnen der Zukunft.

Die Generation Z

Die Generation Z betritt gerade und in den kommenden Jahren den Arbeitsmarkt. Mit hohen Ansprüchen an Arbeitsumfeld und Unternehmen ist diese Generation der Digital Natives gut vernetzt und informiert. Ihre Ansprüche unterscheiden sich noch einmal von denen der Generation Y. Denn nicht nur faire und flexible Arbeitsbedingungen, sondern auch gesellschaftliche Verantwortung werden bei den zukünftigen ArbeitnehmerInnen großgeschrieben.

Im Recruiting muss auf die Skills und Anforderungen optimal eingegangen werden. Moderne und aktuelle Social-Media-Maßnahmen und direktes Abholen und Ansprechen der Talente an den Ausbildungsstätten sind aus dem Auswahlverfahren nicht mehr wegzudenken.

Ausgewählte Trends im Recruiting

illustration generationen

Offen für Neues sein – so lautet die Devise für die Recruiting-Trends der Zukunft. Durch Generationenwechsel, demographischen Wandel und Digitalisierung verändern sich auch Maßnahmen und Möglichkeiten, attraktive BewerberInnen für das eigene Unternehmen zu interessieren. Einige Trends aus dem Recruiting haben wir für Sie hier zusammengefasst:

  • Employer Branding: Ehrlich und authentisch

Durch Employer-Branding-Strategien wird ermöglicht, die einzigartigen Werte und Eigenschaften eines Unternehmens als Arbeitgeber ehrlich und authentisch sprechen zu lassen. Im Zuge jeder Recruiting-Maßnahme sollte daher gewissenhaft festgestellt werden, welche Unternehmenskultur den potenziellen Mitarbeitenden geboten werden kann und wie diese nach außen wirkt.

Prüfen Sie in der Checkliste, ob Sie bereits eine starke Employer Brand haben.

  • Active Sourcing: Persönlich und dauerhaft

Active Sourcing ist ein breit angelegter Bereich im Personalmarketing geworden und setzt auf direkte Kommunikation mit Personen aus der jeweiligen Zielgruppe. RecruiterInnen sichten dafür diverse soziale Medien und Plattformen, um WunschkandidatInnen zu finden und anzusprechen.

XING und LinkedIn sind aktuell die meistgenutzten, wobei es für einige Bereiche, wie etwa die Softwareentwicklung, noch andere interessante Plattformen gibt, um die jeweilige Zielgruppe anzusprechen.

Hier sollte jedoch auf Kreativität und Individualität gesetzt werden, um auf das Unternehmen aufmerksam zu machen und eine Beziehung zu den potenziellen Mitarbeitenden herzustellen.

Unpersönliche Massenmails und kurze Social-Media-Messages werden leicht als Spam abgetan und ignoriert. Videobotschaften und persönliche Ansprache machen dagegen einen professionellen und sympathischen Eindruck.

  • Mitarbeiterempfehlungsprogramme: Weitersagen und empfehlen

Mitarbeiterempfehlungsprogramme bieten Mitarbeitenden die Möglichkeit, ihren Freunden, Verwandten und Bekannten eine Stelle in ihrem Unternehmen schmackhaft zu machen. Hier können ganz gezielt passende BewerberInnen angesprochen werden, da die Personen bekannt sind. Durch eine bereits vorhandene Beziehung zum Unternehmen über die empfehlende Person ist ein Grundvertrauen gegeben und der erste Kontakt einfach hergestellt.

  • Talent Relationship Management: Talente und Fachkräfte

„Talentfokus […] bedeutet, das Talent in den Mittelpunkt des Denkens und Handels zu rücken. Nicht für eine Vakanz wird ein Talent gesucht, sondern umgekehrt: Für ein identifiziertes Talent wird eine Vakanz gesucht.“ (Trost, 2012).

Der Aufbau von Beziehungen ist der Grundstein dieser Methode. Schon im Voraus werden mögliche KandidatInnen kontaktiert und auf dem Laufenden gehalten, um ein Feld an potenziellen InteressentInnen aufzubauen und aus diesem in Zukunft schöpfen zu können.

„Immer mehr Personaler höre ich sagen, dass sich in Zukunft nicht mehr der Bewerber beim Unternehmen bewirbt, sondern umgekehrt. Diese neue Sichtweise ist fundamentaler Bestandteil von TRM.“ (Trost, 2012.)

  • Social-Media-Recruiting: Online und zielgruppenspezifisch

Fast schon ein „State oft the Art“ unter den Recruiting-Maßnahmen ist das Recruiting via Social Media.
Viele Plattformen bieten inzwischen sogar eigene Tools an, um Inserate zu schalten und potenzielle BewerberInnen zu kontaktieren. So kommt man schnell und unkompliziert mit InteressentInnen ins Gespräch und kann ein großes Personenfeld betreuen.

  • KI-Recruiting: Künstliche Intelligenz und automatisierte Prozesse

„[S]marte Algorithmen lassen Bewerbern automatisiert Informationen über offene Stellen zukommen, stellen ihnen die richtigen Fragen, analysieren deren Antworten und entscheiden, ob sie in die nächste Runde kommen.“ (WKO Austria, 2019).

Selbstfahrende Autos sind uns inzwischen kein fremdes Konzept mehr – wieso dann nicht auch intelligente Matching-Systeme zum Recruiting nutzen? Wenn auch noch zu einem großen Teil Zukunftsmusik, ist es dennoch absehbar, dass die HR-Verantwortlichen schon bald über neue technische Möglichkeiten verfügen wird, welche Bewerbungs- und Ausschreibungsverfahren weiter digitalisieren und so immens vereinfachen werden.

  • Recrutainment: Unterhaltsam und spielerisch 

„Recrutainment bezeichnet den Einsatz spielerisch-simulativer und benutzerorientierter Elemente in Berufsorientierung, Employer Branding, Personalmarketing und Recruiting. […] Unter Recrutainment fallen Self-Assessment-Verfahren wie Selbsttests und Berufsorientierungsspiele, Events mit Interaktionselementen sowie Auswahlverfahren und -tests (‚Assessment‘) mit Unterhaltungs-, Informations- und/oder Simulationscharakter – Online und Offline.“ (Diercks/Kupka, 2013)

Hier sind den Ideen keine Grenzen gesetzt. Ob es ein kreatives Werbungsvideo, eine kleine Kunstaktion, ein eigens programmiertes Game oder ein Song über das Unternehmen ist – Unterhaltung und freie Gestaltungsmöglichkeiten definieren die Recrutainment-Methode.

Der Benefit für das Unternehmen liegt darin, dass es seine individuellen Stärken zum Anwerben potenzieller Mitarbeitender eindrucksvoll in Szene setzen kann.

Vorsicht, Datenschutz! Das gilt für alle Maßnahmen im Recruiting. Vor allem in Bereich des Social- Media- und KI-Recruitings sollte natürlich immer auf Basis der DSGVO gehandelt werden.

FAZIT: Zu den Trends im Recruiting gehören Individualisierung und Authentizität

Die Trends im Recruiting entwickeln sich am Puls der Zeit und hin zu den Bedürfnissen sowohl der neuen Generationen als auch älterer ArbeitnehmerInnen. Nicht alle Recruiting-Trends sind für jedes Unternehmen und für jede Stelle geeignet – hier entscheiden Unternehmen einfach selbst, was für sie das Passende ist. Was aber auffällt, ist, dass Individualisierung und Authentizität immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Sie wollen mehr Tipps rund ums Recruiting? In unserem Recruiting-Leitfaden haben wir hilfreiche Checklisten und die einzelnen Prozess-Schritte für erfolgreiches Recruiting für Sie zusammengefasst.


Quellen:


Diercks, Joachim/ Kristof, Kupka (2013): Recrutainment. Spielerische Ansätze in Personalmarketing und -auswahl. Wiesbaden: Springer.

Zukunftsinstitut (2014): Generation Y.  Studie.

AMS (2014): Spezialthema zum Arbeitsmarkt. Studie.

Trost, Armin (2012): Talent Relationship Management im Überblick. Berlin: Springer.

WKO Austria: Unternehmerfragen vom 30.10.2019.



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