Was bringt eine Arbeitgeberauszeichnung wirklich? Diese Frage stellen sich viele Unternehmen und wir wollen ihr in diesem Blog auf den Grund gehen. Die ersten Gedanken dazu: mehr Sichtbarkeit im Recruiting, eine stärkere Arbeitgebermarke oder einen Vorteil im Wettbewerb um Talente. Sicher. Doch bei einer renommierten Arbeitgeberauszeichnung wie Great Place To Work® liegt der zusätzliche Wert tiefer.
Denn: Es werden nicht Marketingmaßnahmen oder Benefits per se bewertet, sondern die gelebte Unternehmenskultur aus Sicht der Mitarbeitenden. Damit wird die Auszeichnung zu einem aussagekräftigen Indikator für die Qualität der Organisation. Ein Indikator, der massiven Einfluss auf die Zufriedenheit der Mitarbeitenden hat und nachhaltigen Geschäftserfolg ermöglicht.
Die entscheidende Frage hinter der Frage:
Was bringt eine Arbeitgeberauszeichnung?“ muss daher erweitert werden zu:
Was passiert im Unternehmen, damit eine solche Auszeichnung überhaupt möglich wird – und wie werden die daraus gewonnenen Erkenntnisse genutzt, um die Organisation langfristig erfolgreicher zu machen?
Im heutigen Blog beschäftigen wir uns mit der Auszeichnung aus unterschiedlichen Blickwinkeln:
1. Die Auszeichnung als Spiegel der Unternehmenskultur
2. Die Auszeichnung als Employer-Branding-Vorteil
3. Die Auszeichnung als Benchmarking-Tool
4. Die Auszeichnung als Prozess und nicht als Projekt
Hier gibt es den brandneuen Great Place To Work® Zertifizierungs-Guide:
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1. Die Auszeichnung als Spiegel der Unternehmenskultur
Hinter der Zertifizierung und Auszeichnung von Great Place To Work® steht die Analyse der Unternehmenskultur, und zwar aus der Sicht der Mitarbeitenden. Ein ehrliches und authentisches Feedback, das den IST-Zustand abbildet und Wünsche, Bedürfnisse und Handlungsfelder aus Mitarbeitenden-Sicht identifiziert.
Der gesamte Prozess passiert in 6 Schritten.
Die Trust Index Mitarbeiterbefragung bildet die Grundlage für die Zertifizierung und in weiterer Folge auch für die Auszeichnung. Sie macht die Unternehmenskultur sichtbar und dazu zählen unter anderem:
- das Vertrauen im Unternehmen
- die Qualität der Führung
- die Kommunikationskultur
- Stärken des Unternehmens und Entwicklungsmöglichkeiten
- Identifikation mit dem Arbeitgeber
"Die Kombination aus Mitarbeitendenfeedback, strukturiertem Culture Audit und externem Benchmark ermöglicht uns, Stärken gezielt auszubauen und Entwicklungsfelder bewusst anzugehen. Kultur wird damit zu einem integralen Bestandteil unserer Unternehmensentwicklung." (Case Study TD SYNNEX Austria, Austria Best Workplaces 2026)
2. Die Auszeichnung als Employer-Branding-Vorteil
Internes Employer Branding
Eine starke Arbeitgebermarke stärkt die Glaubwürdigkeit des Unternehmens gegenüber den eigenen Mitarbeitenden und macht erlebbar, wofür ein Arbeitgeber steht.
Das wirkt sich direkt auf die Mitarbeiterbindung aus: Menschen bleiben länger im Unternehmen, empfinden höheren Stolz gegenüber ihrem Arbeitgeber und fühlen sich stärker zugehörig. Das stärkt den Zusammenhalt innerhalb der Belegschaft.
Eine Arbeitgebermarke, die von den eigenen Mitarbeitenden getragen wird, entfaltet ihre volle Wirkung im Inneren der Organisation.
Externes Employer Branding
Genau darin liegt auch die Voraussetzung für erfolgreiches Employer Branding nach außen – denn nur wenn die gelebte Kultur mit den kommunizierten Botschaften übereinstimmt, entsteht Glaubwürdigkeit auch im Außen.
Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel und hoher Transparenz am Arbeitsmarkt suchen Bewerber:innen nach glaubwürdigen Orientierungspunkten.
Eine Auszeichnung wie Great Place To Work® basiert auf dem Feedback der Mitarbeitenden und besitzt dadurch eine deutlich höhere Aussagekraft als klassische Unternehmensbotschaften oder Werbeversprechen. Sie wird zu einem sichtbaren Beleg dafür, dass die kommunizierten Werte und die gelebte Kultur tatsächlich übereinstimmen.
Unsere Studienergebnisse als auch die Erfahrungen der Best Workplaces zeigen: die Attraktivität für qualifizierte Talente steigt, die Anzahl der Bewerber:innen erhöht sich.
„Die regelmäßige Re-Zertifizierung als Great Place To Work® ermöglicht es uns, unsere gelebte Kultur sichtbar zu machen – nach innen und nach außen. Gleichzeitig hat die Sichtbarkeit der Auszeichnung auch eine starke Wirkung nach außen: Sie stärkt die Arbeitgebermarke und erhöht die Attraktivität für potenzielle Bewerber:innen signifikant. Dies spiegelt sich direkt in steigenden Bewerbungszahlen wider." (Case Study NÖVOG, Austria Best Workplaces 2026)

Wie ausgezeichnete Arbeitgeber Employer Branding erfolgreich umsetzen, zeigen auch die Gewinner unseres Employer Branding Awards, den wir im Rahmen der For All Stars Night an fünf Unternehmen verliehen haben.
3. Die Auszeichnung als Benchmarking-Tool
Ein weiterer wesentlicher Mehrwert liegt im Benchmark-Vergleich. Die Ergebnisse einer Mitarbeiterbefragung liefern nicht nur Einblicke in die eigene Organisation, sondern ermöglichen auch einen Vergleich mit anderen Unternehmen und Branchenvergleiche.
Dies kann strategische Entscheidungen und Prioritäten in der Organisationsentwicklung unterstützen. Kultur wird damit nicht nur messbar, sondern auch vergleichbar.
4. Die Auszeichnung als Prozess und nicht als Projekt
Viele Unternehmen setzen sich das Ziel: „Wir wollen die Auszeichnung erreichen.“ Wirklich erfolgreiche Unternehmen denken jedoch anders: „Wir wollen jedes Jahr besser werden.“ Genau darin liegt der entscheidende Unterschied.
Eine Arbeitgeberauszeichnung wie Great Place To Work® sollte nicht als einmaliges Projekt verstanden werden, sondern als sichtbares Ergebnis eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses.
Eine starke Unternehmenskultur entsteht nicht durch einzelne Maßnahmen oder eine besonders gute Woche im Jahr. Mitarbeitende bewerten ihre tägliche Arbeitserfahrung.
Unternehmen, die ihre Kultur langfristig stärken wollen, hören nicht nach der Zertifizierung auf – sie nutzen die Erkenntnisse, um gezielt an den relevanten Themen weiterzuarbeiten.
Genau hier liegt auch der strategische Wert einer Arbeitgeberauszeichnung. Sie kann als Steuerungsinstrument genutzt werden. Die Ergebnisse liefern Unternehmen wertvolle Hinweise für die Kulturentwicklung, die Führungskräftearbeit, die Mitarbeiterbindung und ein glaubwürdiges Employer Branding.
Damit wird die Auszeichnung zu einem Werkzeug, das hilft, die Organisation langfristig leistungsfähiger und zukunftsfähiger zu machen: Der Messung von Fortschritten und Erfolgen folgt eine konsequente Maßnahmenplanung.
"Was uns antreibt, ist nicht die Auszeichnung selbst, sondern das, was hinter ihr steckt: der Anspruch, kontinuierlich besser zu werden. Eine Zertifizierung ist kein Ziel, das man einmal erreicht und dann abhakt. Sie ist ein Versprechen an unsere Mit arbeitenden, dass wir nicht aufhören, in sie und in unsere gemeinsame Unternehmenskultur zu investieren." (Case Study SIMACEK GmbH, Austria Best Workplaces 2026)

Die Vorteile der Arbeitgeberauszeichnung mittels der Trust Index Mitarbeitendenbefragung auf einen Blick:
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VORTEIL |
EFFEKT |
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Unternehmenskultur messen |
Der Status-Quo macht Stärken und Entwicklungspotenziale sichtbar. |
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Mitarbeitendenfeedback erhalten |
Die Anonymität und Vertraulichkeit liefern ehrliche Einblicke in die Organisation. |
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Benchmark-Vergleich |
Ermöglicht Branchenvergleiche und Vergleiche mit ähnlichen Unternehmen. |
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Employer Branding Tool |
Die Zertifizierung und Auszeichnung stärken die Arbeitgebermarke intern und extern. |
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Organisationsentwicklung |
Die Ergebnisse unterstützen strategische Entscheidungen. |
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Kulturentwicklung |
Ein fortlaufender Prozess schafft die Basis für eine nachhaltige Kulturentwicklung. |
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Unternehmensperformance steigern |
Zertifizierte und ausgezeichnete Unternehmen sind nachweislich wirtschaftlich erfolgreicher. |
Fazit: Der eigentliche Mehrwert einer Arbeitgeberauszeichnung
Die Auszeichnung ist sichtbar. Die eigentliche Wirkung entsteht durch die Erkenntnisse und die daraus abgeleiteten Maßnahmen. Der größte Nutzen entsteht dabei durch die Mitarbeiterbefragung - sie macht sichtbar, wie Mitarbeitende ihre tägliche Arbeitsrealität erleben.
Die Mitarbeitendenbefragung zeigt:
- wo Führung bereits gut funktioniert
- wo Reibungsverluste entstehen
- welche Themen Mitarbeitende bewegen
- welche kulturellen Risiken bestehen
- wo Entwicklungspotenziale liegen
Unternehmen, die diesen Einblick nutzen und kontinuierlich an ihrer Kultur arbeiten, profitieren weit über das Recruiting hinaus: durch höhere Bindung, mehr Engagement, bessere Veränderungsfähigkeit und letztlich stärkere wirtschaftliche Performance.
Die wichtigste Frage lautet daher nicht: „Wie bekommen wir die Auszeichnung?“ Sondern: „Wie schaffen wir eine Unternehmenskultur, die auch zukünftig Spitzenleistungen ermöglicht?“
Deshalb sollte eine Arbeitgeberauszeichnung wie Great Place To Work® nicht als Ziel betrachtet werden, sondern als Ergebnis kontinuierlicher Kulturarbeit.
"Die regelmäßige Messung und der Vergleich über die Jahre haben bei uns eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung in unterschiedlichen Themen etabliert." (Case Study tristar Austria GmbH, Austria Best Workplaces 2026)
Über die Blog-Autorin
Anna-Maria Mahayni ist Content Creator bei Great Place To Work® Österreich und vereint ihre publizistik- und kommunikationswissenschaftliche Expertise mit über zehn Jahren Erfahrung im Unternehmen. Auf dieser Basis entwickelt sie hochwertigen Content rund um Unternehmenskultur, Mitarbeiterbefragungen und moderne Arbeitswelten.
Mit ihrer Leidenschaft für Sprache und das geschriebene Wort bereitet sie Trends der Arbeitswelt zielgruppenorientiert und inhaltlich präzise auf. Ihr Anspruch ist es, Leser:innen echten Mehrwert, neues Wissen und zugleich die Vision von Great Place To Work® zu vermitteln.
Darüber hinaus widmet sie sich mit großem Engagement der Sichtbarmachung von Best Workplaces. Sie erstellt professionelle Inhalte, die exzellente Arbeitgeber stärken, ihre Besonderheiten hervorheben und ihnen eine authentische Bühne bieten.
Gemeinsam mit dem Team trägt sie wesentlich dazu bei, die Vision eines Arbeitsplatzes „For All™“ in Österreich zu verankern und weiterzuentwickeln.
