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Warum HR der unterschätzte Performance-Treiber ist

HR als Performance Treiber

In wirtschaftlich unstabilen Zeiten, bei steigendem Wettbewerb oder im Wandel versuchen Unternehmen oft klassische Hebel zu bedienen, wie Kosten senken, Prozesse optimieren, Effizienz steigern. Wichtig und nicht übersehen werden darf, dass die größte Hebelwirkung in der Stabilität der Organisation selbst liegt. Diese Hebelwirkung entsteht durch Kultur, Vertrauen und Führung:

Eine vertrauensbasierte Arbeitsplatzkultur steigert die Leistung um bis zu 28 Prozentpunkte.

In diesem Blog zeigen wir, welchen Stellenwert HR in diesem Zusammenhang einnimmt – ein unterschätzter Mehrwert, denn HR ist der Hebel für Performance, und das nicht nur in unsicheren Zeiten. Wir haben die aktuellen Studienergebnisse von „Best Workplaces™ Austria 2026“, die dies einmal mehr unterstreichen.

Hier könnt ihr die komplette Studie „Best Workplaces™ Austria 2026“ kostenlos downloaden

 

 

Wie die Rolle der HR-Leader:innen in Unternehmen häufig noch immer definiert wird

Viele HR-Verantwortliche definieren ihre Rolle oft „nur“ als „Enabler von People & Culture“. Sie messen ihren Abteilungserfolg über Engagement Scores oder Zufriedenheit der Mitarbeiter:innen, legen den Fokus auf Programme statt auf Business Impact und stellen selten den direkten Einfluss ihrer Rolle zum Unternehmensumsatz, Produktivität oder Resilienz her.

Daraus folgt: HR-Verantwortliche berichten zwar KPIs, aber schöpfen hier nicht das volle wirtschaftliche Potenzial aus. Doch: Wenn HR die nötige Stärkung und den Rückenwind des Unternehmens erhält, werden sie zu echten Performance-Treiber:innen im Unternehmen.

Die Ergebnisse unser aktuellen „Best Workplaces™ Austria 2026“ Studie zeigen, dass Unternehmen mit starker vertrauensbasierter Arbeitsplatzkultur einen Produktivitätswert von 83 % erreichen. Ein Wert, der bei österreichischen Durchschnittsunternehmen nur bei 55 % liegt. 

Produktivitaet BWA 2026

Daher gilt, HR muss gestärkt und der Blick neu ausgerichtet werden: nämlich auf die wirtschaftliche Wirkung von People & Culture.

Wie ein Perspektivwechsel HR-Leader:innen zu echten Performance-Treiber:innen im Unternehmen macht

Im Great Place To Work® Perspektivwechsel wird HR nicht mehr als eine Art Kostenstelle mit People-Programmen identifiziert, sondern als Hebel für Performance – was besonders in unsicheren Zeiten ein echter Wettbewerbsvorteil ist.

Der Great Place To Work® Effect beschreibt den Zusammenhang zwischen gelebter Arbeitsplatzkultur und wirtschaftlicher Performance – der besonders in unsicheren Zeiten zur Geltung kommt.

bwa 2026 Studie Titelbild

Unsere „Best Workplaces™ Austria 2026“ Studie belegt:

Großartige Arbeitsplätze sind kein Zufallsprodukt. Über alle ausgezeichneten Organisationen hinweg zeigen sich fünf zentrale Wirkungsbereiche, die den Unterschied machen und den Erfolg nachhaltig tragen:

  • Agilität: Zeigt sich darin, wie schnell Organisationen auf Veränderung reagieren.
  • Innovation: Entsteht, wo Mitarbeitende Freiräume haben, Neues auszuprobieren und Ideen einbringen.
  • Produktivität: Mitarbeitende sind bereit, mehr zu leisten, wenn sie Sinn in ihrer Arbeit sehen und Anerkennung dafür erhalten.
  • Mitarbeitendenbindung: Durch Stolz, Zugehörigkeit und positive Erfahrungen wird die Bindung gestärkt.
  • Arbeitgeberattraktivität: Hat einen starken Einfluss auf das Recruiting, das dann gelingt, wenn Mitarbeitenden gerne zur Arbeit kommen und anderen ihren Arbeitgeber glaubwürdig weiterempfehlen.

Der entscheidende Punkt: Die oben genannten Punkte sind zwar keine klassischen „HR-KPIs“, aber es sind Business-KPIs mit HR-Ursprung.

Denn: diese Wirkungsbereiche funktionieren nur dann, wenn eine Vertrauenskultur im Unternehmen ermöglicht wird. Das verstehen wir unter der wirtschaftlichen Wirkung der HR-Rolle als People & Culture.

Was das für HR und das gesamte Unternehmen bedeutet? HR-Leader, die Business Kennzahlen fördern, gewinnen zunehmend strategischen Einfluss im Unternehmen.

Studienzahlen, die den wirtschaftlichen Erfolg unterstreichen

Alle fünf Wirkungsbereiche von oben sind keine isolierten Einzeldisziplinen, sondern stehen in engem Zusammenhang und werden vor allem durch eines verbunden: eine gelebte vertrauensbasierte Arbeitsplatzkultur.

High-Trust-Kulturen haben

  • eine geringere Fluktuation,
  • höhere Innovationsgeschwindigkeit,
  • bessere Krisenresilienz und
  • eine stärkere Produktivität pro Mitarbeiter: in.

Die Zahlen belegen:

Agilität: Mitarbeitende, die erleben, dass das Management eine klare Vorstellung von Richtung und Weg des Unternehmens hat, sind 2,3-mal eher überzeugt, dass sich das Unternehmen schnell an Veränderungen anpassen kann.

Innovation: Mitarbeitende, die erleben, dass ihr Einsatz für neue und bessere Arbeitsweisen wertgeschätzt wird – unabhängig vom Ergebnis –, sind 3,3-mal häufiger überzeugt, dass sie echte Möglichkeiten haben Vorschläge und Ideen einzubringen.

Produktivität: Mitarbeitende, die das Gefühl haben, dass es für alle faire Möglichkeiten zur Anerkennung gibt, sind 2,5-mal häufiger überzeugt, dass Menschen zusätzlichen Einsatz zeigen, um gemeinsame Ziele zu erreichen.

Alle Studienergebnisse findet ihr in der aktuellen „Best Workplaces™ Austria 2026“ Studie zum Downloaden.

Key Facts BWA 2026

FAZIT: HR braucht eine stärkere Verbindung zu Business KPIs

HR Leader:innen dürfen nicht mehr nur als „Enabler von People & Culture“ definiert werden – denn genau dieses Möglichmachen einer vertrauensbasierten Arbeitsplatzkultur ist der wirtschaftliche Hebel im Unternehmen schlechthin.

Während in österreichischen Durchschnittsunternehmen nur jede zweite Person zu zusätzlichem Einsatz bereit ist, sieht es bei den Top‑Arbeitgebern mit vertrauensbasierter Arbeitsplatzkultur deutlich anders aus.  Im Schnitt sind es hier rund neun von zehn Beschäftigten, die zusätzliche Leistungsbereitschaft zeigen.

HR sollte stärker in strategische Steuerung eingebunden werden. Eine vertrauensbasierte Arbeitsplatzkultur ist längst kein „nice to have“ mehr, sondern ein knallharter Wirtschaftsfaktor mit wesentlichem Ursprung in der HR.

 

Über die Studie 

Die Ergebnisse der „Best Workplaces™ Austria 2026“ Studie basieren auf rund 1,7 Millionen Antworten aus Mitarbeitendenbefragungen und repräsentieren die Erfahrungen von mehr als 40.000 Mitarbeitenden in Österreich.

Sie untersucht, wie Vertrauen, Führung und Arbeitsplatzkultur den Unternehmenserfolg beeinflussen und zeigt, welche Faktoren Organisationen nachhaltig erfolgreich machen. 

Die diesjährigen „Best Workplaces™ Austria 2026“ Gewinnerunternehmen

 Welche Unternehmen sich hinter den ausgezeichneten Arbeitgebern verbergen, erfahrt ihr am 21. Mai 2025 hier: www.greatplacetowork.at/bestworkplaces2026 

Über die Blog-Autorin

Anna-Maria Mahayni ist Content Creator bei Great Place To Work® Österreich und vereint ihre publizistik- und kommunikationswissenschaftliche Expertise mit über zehn Jahren Erfahrung im Unternehmen. Auf dieser Basis entwickelt sie hochwertigen Content rund um Unternehmenskultur, Mitarbeiterbefragungen und moderne Arbeitswelten.

Mit ihrer Leidenschaft für Sprache und das geschriebene Wort bereitet sie Trends der Arbeitswelt zielgruppenorientiert und inhaltlich präzise auf. Ihr Anspruch ist es, Leser:innen echten Mehrwert, neues Wissen und zugleich die Vision von Great Place To Work® zu vermitteln.

Darüber hinaus widmet sie sich mit großem Engagement der Sichtbarmachung von Best Workplaces. Sie erstellt professionelle Inhalte, die exzellente Arbeitgeber stärken, ihre Besonderheiten hervorheben und ihnen eine authentische Bühne bieten.

Gemeinsam mit dem Team trägt sie wesentlich dazu bei, die Vision eines Arbeitsplatzes „For All™“ in Österreich zu verankern und weiterzuentwickeln.

 



willkommen@greatplacetowork.at
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