Unternehmenskultur erlebbar machen

Christian Trübenbach
Iris Kunrath

Wie kann Unternehmenskultur besonders erlebbar gemacht werden? Antworten darauf gab es bei unseren ersten Great Experiences in diesem Jahr, die am 3. Juli bei der Transgourmet Österreich GmbH in Traun stattfanden. Dort konnten sich oberösterreichische Great Workplaces mit interessierten HR-VertreterInnen anderer Unternehmen nach Herzenslust austauschen und connecten.

Eines war allen klar: Unternehmenskultur differenziert Arbeitgeber auf dem Bewerbermarkt immer deutlicher. Es kann zu DEM entscheidenden Grund werden, warum sich BewerberInnen für genau dieses Unternehmen entscheiden. Eine ansprechende Kultur ist dabei aber nicht per Fingerschnips umsetzbar. Es braucht dafür vor allem engagierte und mit dem Unternehmen verbundene Mitarbeitende und manchmal auch den Einsatz digitaler Werkzeuge.

Von Ersterem berichteten aus dem Nähkästchen u.a. HR-Verantwortliche von Transgourmet, Schmidt Reinigung aus Ried und W.E.B Windenergie aus dem Waldviertel. Die Erfahrungen waren besonders praxisnah, da auch einige Unternehmen ihre engagierten Kulturbotschafter mitbrachten.

Empfang bei den Great Experiences Transgourmet


Was sind Kulturbotschafter?

Kulturbotschafter – oft auch GPTW-Team oder Culture Angels genannt - sind intrinsisch motivierte Mitarbeitende, die sich aktiv mit dem Thema der eigenen Unternehmenskultur auseinandersetzen. Sie halten regelmäßige Meetings, organisieren Veranstaltungen und etablieren Maßnahmen zur Verbesserung des Miteinanders (das WIE geht vor dem WAS). Sie fungieren als Vertrauenspersonen und als neutrales Bindeglied zwischen Mitarbeitenden und Führungskräften.

Eines zeigten die vorgestellten Projekte relativ schnell: Der Weg zu einem Great Workplace kann vielfältig gestartet werden. Nicht immer stehen der klassische Zertifizierungsprozess und die nachgelagerte Organisationsentwicklung im Vordergrund. Facettenreich und individuell, so wie die Unternehmen selbst auch sind, werden die Vorhaben initiiert und aufgesetzt. Einmal bietet ein individualisierter Führungskräfte-Workshop mit der Eigenland®-Methodik erste Einblicke, das andere Mal analysieren wir über das bewährte Culture Audit© die HR-Maßnahmenprozesse und finden so erste Handlungsfelder.

Austausch bei Great Experiences Transgourmet

Transgourmet berichtete, welche Rechte, Aufgaben und Pflichten die Kulturbotschafter im eigenen Unternehmen haben, welche Projekte bereits initiiert wurden und wie die Kulturbotschafter-Tandems an den Standorten eingesetzt sind. Dort arbeiten sie hierarchieübergreifend, erfolgreich und auf Augenhöhe mit KollegInnen an Kulturthemen. Die direkte Andockung an die HR-Abteilung ist hier, wie auch bei den anderen Unternehmen, essentiell.

Viele Emotionen werden die Teilnehmenden der Veranstaltung noch spüren, wenn sie an das „Goldene Herz“ der Schmidt Reinigung denken. Um Wertschätzung im Unternehmen zu fördern, bekamen Führungskräfte ein goldenes Herz aus Keramik, das sie einem oder einer Mitarbeitenden als Zeichen der Dankbarkeit schenken sollten, verbunden mit einem gemeinsamen Selfie. Das Ergebnis waren hunderte Fotos und doppelt so viele lächelnde Gesichter. Lesen Sie hier über weitere Best Practices zum Thema Wertschätzung.

Goldenes Herz bei Schmidt Reinigung

Mitten im länderübergreifenden Kulturentwicklungsprozess befindet sich das HR- und Führungskräfte-Team bei W.E.B Windenergie. Das Unternehmen ermöglicht seinen in 7 Ländern agierenden Führungskräften regelmäßige Leadership-Cafés zum Austausch und Lernen via Web-Konferenz anhand der GPTW-Werte. Das international aufgestellte „Culture Ambassador Team“ sorgt darüber hinaus für die kontinuierlichen Umsetzung der Vorhaben in den Alltag.

So einzigartig die Projekte auch sind, eines haben sie gemeinsam: Die tatkräftige Unterstützung durch die eigenen Kulturbotschafter. Diese Teams werden durch GPTW im Rahmen eines Kick-Off-Workshops auf die Rolle und Verantwortlichkeiten eingeschworen und im Anschluss regelmäßig begleitet und durch Best Practices inspiriert.

GPTW bei Great Experiences Transgourmet

 

Schnelle und transparente Kommunikation ist das A und O

In der zweiten Diskussions-Area wurde an dem Abend angeregt über die Möglichkeit gesprochen, wie regelmäßiges Feedback und transparente Kommunikation die Unternehmenskultur nachhaltig beeinflussen können.

Hierzu wurden praktische Beispiele vom oberösterreichischen Startup uplink gezeigt, mit dem wir aktuell eine Kooperation gestartet haben. Unser Ansatz dabei: Die Great Place to Work®-Welt mit einem digitalen Tool für Echtzeit-Kommunikation verknüpfen. Uplink ermöglicht – im Look&Feel des Unternehmens und in bekannter WhatsApp-Art – die Kommunikation von Unternehmensnachrichten.

Uplink bei Great Experiences Transgourmet

Mitarbeitende können somit zum Beispiel spontan auf die aktuelle Meldung des Geschäftsführers zur Einführung eines neuen Produktes reagieren. Ob Mitarbeitende sich dies auch trauen? Da kommen wir wieder zur vertrauensvollen Unternehmenskultur, die es dafür braucht.

Um den Grad der Unternehmenskultur auch regelmäßig messen zu können, ist das uplink-Tool als Stimmungsbarometer in Teams oder Abteilungen einsetzbar. Es können regelmäßige Pulse-Befragungen durchgeführt werden, um wertvolles Echtzeit-Feedback von den Mitarbeitenden zu erhalten. User-Fehlern – wie z.B. falsche Fragenformulierungen – kann vorgebeugt werden, die Great Place to Work®-Items sind bereits voreingestellt.

Das „Aha“-Erlebnis war am Ende groß, denn selten wurde einem vor Augen gehalten, wie stark digitale Tools die Unternehmenskommunikation positiv beeinflussen und somit auch die Kultur prägen können.

Wir danken allen Teilnehmenden für die inspirierenden Kulturmomente und sagen auch ein ganz großes Dankeschön an Transgourmet für das Hosting als wundervoller, kulinarischer Gastgeber!

Abschluss bei Great Experiences Transgourmet

Im Herbst setzen wir unsere Great Experiences-Reihe u.a. in Wien, Salzburg und Vorarlberg fort. Termine folgen.

>Alle Fotos der Veranstaltung finden Sie auf unserem flickr Account<<


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