Unternehmenskultur entwickeln – für viele Unternehmen klingt das nach einem langfristigen Projekt mit ungewissem Ausgang. Doch die Erfahrung von SIMACEK zeigt: Wer den Menschen in den Mittelpunkt stellt und Führung als wichtigsten Hebel versteht, kann innerhalb weniger Jahre bemerkenswerte Veränderungen erreichen.
Was als Wunsch begann, ein ehrliches Stimmungsbild der Belegschaft zu erhalten, entwickelte sich für das österreichische Familienunternehmen zu einer Reise, die heute bis zu einem Top-Ranking bei den Best Workplaces™ führt.
Bevor Maßnahmen kommen, braucht es Klarheit
Als SIMACEK vor rund zwei Jahren gemeinsam mit Great Place To Work® startete, stand zunächst eine zentrale Frage im Raum:
Wie geht es unseren Mitarbeitenden eigentlich?
Die Ausgangslage war herausfordernd. Unterschiedliche Geschäftsbereiche, viele Nationen und Sprachen sowie tausende Mitarbeitende, die dezentral direkt bei Kund:innen tätig sind.
„Für uns war es im ersten Schritt wichtig, ein Stimmungsbild zu bekommen. Wo sind die Pain Points? Wo müssen wir ansetzen, bevor wir überhaupt Maßnahmen setzen?“, erklärt Sigrid Feurer, Personalleiterin bei SIMACEK Österreich.

Die hohe Beteiligung an der Befragung und die anschließende Zertifizierung kamen für das Unternehmen überraschend. Noch wichtiger war jedoch die Erkenntnis: Die Mitarbeitenden gaben sehr konkrete Hinweise darauf, was sie wirklich brauchen.

Unternehmenskultur entwickeln heißt, zuzuhören
Anstatt Maßnahmen im stillen Kämmerchen zu entwerfen, orientierte sich SIMACEK an den Rückmeldungen aus der Belegschaft.
„Es ist schön, sich im Büro etwas zu überlegen. Aber wenn es den Menschen im Tagesgeschäft nichts bringt, verfehlt es sein Ziel“, beschreibt HR Business Partnerin Julia Zehetbauer den Ansatz.
Dadurch entstanden Maßnahmen, die tatsächlich Wirkung zeigten. Besonders eindrucksvoll waren die Gespräche mit den Führungskräften. „Viele denken immer, es geht nur ums Geld. Aber oft braucht ein Team einfach mehr `Danke´ und mehr Lob.“ Die Erkenntnis sorgte bei vielen Führungskräften für echte Aha-Momente.
Warum Führung der wichtigste Hebel ist
Für SIMACEK steht fest: Führung entscheidet über den Erfolg von Kulturarbeit.
Deshalb wurde nicht nur in einzelne Maßnahmen investiert, sondern gezielt an der Führungskultur gearbeitet.
„Führung ist für uns der wichtigste Hebel“, betont Sigrid Feurer.
Im Mittelpunkt steht dabei High-Trust Leadership. Ziel ist ein gemeinsames Führungsverständnis über alle Ebenen hinweg – von der Geschäftsführung bis zu den operativen Führungskräften. Denn Vertrauen, Wertschätzung und Entwicklung entstehen nicht zufällig. Sie werden durch Führung erlebbar.
Innovation beginnt mit Vertrauen
Innovationen entstehen bei SIMACEK nicht im Elfenbeinturm.
Sie entstehen dort, wo die Arbeit stattfindet: direkt bei den Mitarbeitenden.

„Innovation braucht das richtige Umfeld“, sagt Sigrid Feurer.
Neue Technologien werden gemeinsam getestet. Verbesserungen entstehen aus dem täglichen Austausch zwischen Mitarbeitenden und Führungskräften. Dabei spielt psychologische Sicherheit eine entscheidende Rolle.

Mitarbeitende müssen das Gefühl haben, ihre Ideen einbringen zu können.
Sie müssen wissen:
- Fehler dürfen passieren.
- Vorschläge sind willkommen.
- Neues auszuprobieren ist ausdrücklich erwünscht.
„Fehler sind Chancen für Weiterentwicklung.“

Diese Haltung bildet die Grundlage für Innovation.

Vertrauen wirkt sogar auf die Wahrnehmung der Bezahlung
Ein spannender Zusammenhang aus den Great Place To Work® Daten zeigt: Wer in Entscheidungen eingebunden wird und Vertrauen erlebt, bewertet auch Themen wie Bezahlung und Erfolgsbeteiligung positiver.
Das bedeutet nicht, dass automatisch mehr Geld fließt. Vielmehr entsteht ein Gefühl von Fairness, Zugehörigkeit und Wertschätzung. Vertrauen wirkt damit weit über einzelne HR-Kennzahlen hinaus.

Die SIMACEK Akademie fördert Entwicklung
Ein weiterer Baustein auf dem Weg zu einer starken Unternehmenskultur ist die SIMACEK Akademie. Seit 2023 bündelt sie Personalentwicklung und Weiterbildung im Unternehmen. Trainings werden nah an den tatsächlichen Bedürfnissen der Fachbereiche entwickelt.
Denn: „Erst wenn Mitarbeitende wissen, was von ihnen erwartet wird, können sie weiterdenken und neue Ideen entwickeln.“
Entwicklung schafft Orientierung – und Orientierung schafft Innovation.
Unternehmenskultur entwickeln ist kein Sprint
Trotz aller Erfolge sieht SIMACEK die Kulturreise keineswegs als abgeschlossen.
Im Gegenteil.
In den kommenden Jahren sollen insbesondere folgende Themen weiter gestärkt werden:
- High-Trust Leadership
- Willkommens- und Abschiedskultur
- Kommunikation und Zusammenarbeit
- Mitarbeiter:innen-App
- Fehlerkultur
- Wertschätzung
- Personalentwicklung
Ein besonderes Anliegen ist dabei das Wir-Gefühl. „Je transparenter das Unternehmen für die einzelnen Mitarbeitenden wird, desto stärker wird das Wir-Gefühl.“
Und auch beim Offboarding soll Wertschätzung spürbar bleiben. „Wertschätzung hört nicht auf, wenn jemand das Unternehmen verlässt.“

Kulturwandel braucht viele Mitgestalter:innen
Die Erfahrungen von SIMACEK zeigen eindrucksvoll: Eine starke Unternehmenskultur entsteht nicht über Nacht.
Sie entsteht durch Vertrauen. Durch Zuhören. Und vor allem durch Führung.
„Kulturwandel funktioniert nicht über Nacht. Wir brauchen viele Menschen, die ihn mittragen, damit er Wirkung zeigt.“
Wer Unternehmenskultur entwickeln möchte, braucht daher keine Raketenwissenschaft. Aber den Mut, die Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Und die Bereitschaft, Kultur konsequent und langfristig zu gestalten.
Mehr über die Kulturreise von SIMACEK erfahrt ihr in der ausführlichen Case Study!
