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Über Karrierewege, Unternehmertum und die HR-Branche

Sindy Amadei

Unternehmertum ist wohl die ausgeprägteste Form, die eigene Leidenschaft für etwas mit Leben zu erfüllen. Bei unserem heutigen Interviewgast, Sindy Amadei, ist spürbar, dass persönliche Leidenschaft, die ins Unternehmen eingebracht wird, auf vielfache Weise Früchte trägt.

Sindy Amadei ist Initiatorin des HR Inside Summit in der Wiener Hofburg und gibt im ganz persönlichen Interview Einblicke in ihren Karriereweg, in die Gründung des eigenen Unternehmens und in die HR-Branche. Eine beeindruckende Reise mit einigen Tipps am Wegesrand – doch lesen Sie selbst.


 

Sindy Amadei und ihr Karriereweg

Sindy Amadeis Wurzeln liegen in China, sie selbst wurde jedoch schon in Wien geboren und ist hier aufgewachsen. Nach der Schulausbildung absolvierte sie ein Wirtschaftsstudium und eine Ausbildung im Tourismus- und Hotelmanagement. Dort begann sie auch ihre ersten beruflichen Erfahrungen zu sammeln, stellte jedoch schnell fest, dass ihr dabei etwas fehlte. Das änderte sich schlagartig, als sie in der Konferenzbranche landete.

Paradoxerweise hatte sie dort eine Rolle inne, die sie nie einnehmen wollte: Verkauf. Sindy Amadei fand aber sehr schnell Gefallen an dieser Tätigkeit. „Es erfüllt ja nicht der Verkauf an sich, sondern die Menschen kennenzulernen und in Kontakt zu treten“, so die Unternehmerin begeistert. 2006 hat sie begonnen, sich ein – mittlerweile riesiges – Netzwerk aufzubauen und ist seither mit Begeisterung in der "B2B (Business-to-Business)-Konferenzbranche" tätig.

Der Beweggrund für ein eigenes Unternehmen

„Es war mir nie wichtig, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Mir ging es nicht um die Selbstständigkeit oder um das Unternehmertum per se, sondern darum, Spaß an der Arbeit zu haben und meine Stärken auszuspielen. Das erfüllt mich“, so Amadei.

Ihr Weg in die Selbstständigkeit wurde dadurch erleichtert, dass sie sich von ihrem vorigen Arbeitgeber trennte. Im Guten. Sie hatte dort bereits eine Position in der Geschäftsführung und war grundsätzlich sehr zufrieden, wollte sich aber weiterentwickeln. Ihre Herzensvision zum Leben erwecken.

Keine Angst vor dem Scheitern

In die Selbstständigkeit zu gehen, stellt immer ein wirtschaftliches Risiko dar. Dessen war und ist sich auch Sindy Amadei bewusst: „Doch ich war Feuer und Flamme, dieses große Event in der Hofburg umzusetzen. Wir hätten scheitern können, doch wenn, dann lieber in der Hofburg als anderswo.“

Amadeis wichtigster Grundsatz heute: Keine Angst vor dem Scheitern! Natürlich ist auch sie mit solchen Gefühlen vertraut, war die Versagensangst doch früher ihr steter Begleiter – eine Angst, die sie davon abhielt, ihre Träume und Visionen zu verwirklichen. Als diese überwunden war, startete sie durch.

Wie gelingt es, die Angst auszuschalten?

Das Wichtigste ist, das Thema Scheitern nicht zu verdrängen, sondern sich innerlich ernsthaft mit dieser Möglichkeit auseinanderzusetzen. Sindy Amadei hat es geholfen, sich immer wieder vorzustellen, wie es wäre, wenn sie sich selbstständig machen und dann scheitern würde. Sie versuchte die Gefühle, die sie dabei spüren würde, zu visualisieren. Mit diesen Gedankenbildern hat sich die Unternehmerin lange beschäftigt und sich irgendwann gedacht: „Was kann schon passieren? Ich weiß, dass ich das Beste gemacht habe, und wenn es nicht reicht, dann ist es so. Dann gibt es andere berufliche Möglichkeiten für mich.“ Erst wer diesen Schritt vollzieht, hat gelernt, dass jedes Wagnis mit einer Chance auf Gewinn verbunden ist.


Erster HR Inside Summit – warum das Personalthema?

Sindy Amadei hatte schon in ihrer früheren Arbeit mit der Zielgruppe HR zusammengearbeitet und sich bereits ein entsprechendes Netzwerk aufgebaut. Was die HR-Branche für die Unternehmerin so besonders macht, sind die Menschen: „Die HR-Gruppe war immer eine sehr dankbare Zielgruppe, sehr wertschätzend und offen. Das schätze ich sehr.“

Der HR Inside Summit fand heuer zum achten Mal statt. Was hat sich verändert? Mit welchen Themen ist der HR-Bereich konfrontiert?

Die HR-Manager:innen sind nach wie vor in einer schwierigen Situation. Sie müssen sich für viele Aktivitäten, die sie für die Mitarbeiter:innen umsetzen möchten, sehr stark ins Zeug legen. Sie haben quasi eine Sandwichposition inne: auf der einen Seite die Mitarbeiter:innen, auf der anderen Seite die obere Führungsebene. In beide Richtungen müssen sie vermitteln.

Doch das Verständnis für HR-Manager:innen und das Vertrauen in sie hat sich geändert. In den letzten drei Jahren, als viele Unternehmen pandemiebedingt ihre Mitarbeiter:innen ins Homeoffice schicken mussten, haben die HR-Manager:innen großartige Arbeit geleistet und ihre Führungskräfte bestmöglich unterstützt. So konnten sie auch zunehmend Vertrauen aufbauen und zeigen, dass ihre Maßnahmen funktionieren.

Viele Unternehmen kämpfen auch mit dem Fachkräftemangel, den die HR-Manager:innen an der vordersten Front bewältigen müssen. Sie sind dadurch vor allem in ihrer Kreativität gefordert und müssen sich laufend neue Maßnahmen überlegen. Durch größere Kündigungswellen kommen HR-Kräfte zudem nicht selten an ihre Belastungsgrenze.

Alles in allem kann man sagen, dass HR-Manager:innen in den letzten Jahren viele Challenges zu bewältigen hatten, an denen sie gewachsen sind. Und auch die Nachfrage nach HR-Dienstleistern hat stark zugenommen.

Ein Blick in die Zukunft

Persönlich wünscht sich Sindy Amadei mehr innere Ruhe, auch wenn sie im Großen und Ganzen sehr zufrieden mit allem ist. Harmonie im Privatleben und im Business steht immer ganz oben auf der Wunschliste. Es geht nicht um das große Geld, sondern um den Spaß am Tun, um die Vision der Veranstaltung und dass diese noch harmonischer und besser wird. Sehr inspirierend!

Wir wünschen ihr auch weiterhin viel Erfolg und vor allem ganz viel Freude und Harmonie bei allem, was sie – im doppelten Wortsinn – auch unternehmen mag!



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