Originelle Best Practices im Employer Branding

Best Practices

Professionelles Employer Branding unterstützt positiv die Positionierung als attraktiver Arbeitgeber und gibt Einblicke in die Unternehmenskultur und das Miteinander im täglichen Unternehmensalltag. Das wirkt nicht nur positiv auf potenzielle BewerberInnen, sondern auch auf die bestehenden Mitarbeitenden.

Warum es so wichtig ist, sich als Unternehmen mit Employer Branding den Vorsprung am Bewerbermarkt zu sichern? Wir klären auf und haben drei originelle Best Practices aus dem Employer Branding für Sie. Lassen Sie sich inspirieren.

Potenzielle BewerberInnen beschäftigen sich intensiv mit ihrem zukünftigen Arbeitgeber

Natürlich tun sie das. So wie sich KonsumentInnen im Vorfeld einer Kaufentscheidung mit dem jeweiligen Produkt oder einer Dienstleistung auseinandersetzen, tun es auch BewerberInnen am Arbeitsmarkt. Schließlich ist ein neuer Job ebenso ein Investment, das sich auszahlen soll.

Marketagent.com Studie Employer Branding
Quelle: Markeagent.com 360 Grad Studie: „Employer Branding“


Potenzielle Mitarbeitende setzen sich mehr denn je intensiv mit den ihrem zukünftigen Arbeitgeber auseinander, bevor sie sich bewerben:

  • 69,6 % der 18 bis 29-Jährigen beschäftigen sich (sehr) intensiv
  • knapp 80 % sind es bei den über 50-Jährigen

Durch dieses Informationsverhalten werden unattraktive Arbeitgeber ausselektiert oder gar nicht erst wahrgenommen. Das ist in Zeiten des Fachkräftemangels ein Dilemma für viele Arbeitgeber.

Für Unternehmen ist es immer wichtiger eine starke Employer Brand zu haben, um am Arbeitsmarkt hervorzustechen. Die Situation hat sich längst zu einem Nachfragemarkt auf Unternehmerseite gewandelt. Unternehmen „bewerben“ sich heutzutage bei ihren Mitarbeitenden.

Da ist es wichtig, dass man als Unternehmen auffällt, sonst wird man übersehen. Vor allem, weil das Informationsverhalten der BewerberInnen begrenzt ist und durch einen „Filter“ gar nicht erst alles wahrgenommen werden kann.

„In der Informationsflut der werbenden Unternehmen in einem Käufermarkt geht die Botschaft eines einzelnen Unternehmens leicht unter. Die Umworbenen schützen sich durch eine Art Informationsfilter. Es erscheint einleuchtend, dass in einer Käufermarktsituation eine profilierte Unternehmensmarke eine wichtige Orientierungsfunktion für potentielle Mitarbeiter bei der Arbeitgeberwahl bildet.“, so Wedel-Klein & Stotz in Employer Branding (2013).

Die Besonderheiten und Stärken des Unternehmens richtig nach außen tragen

Um sich auf dem Bewerbermarkt durchzusetzen und abzuheben ist es wichtig „entsprechende strategische Maßnahmen im Rahmen eines Employer Branding Konzepts zu entwickeln, um sich auf Fragen wie: Warum soll ich gerade bei Ihnen arbeiten? oder Was bieten Sie mir an Vorteilen gegenüber anderen Arbeitgebern? in Bewerbungsgesprächen vorzubereiten.“ (Wedel-Klein & Stotz, 2013).

Oft sind es Kleinigkeiten, die ein Unternehmen sympathisch machen. Zum Beispiel schaffen Bewerbungstipps für zukünftige KandidatInnen auf der Karriere-Website oder vorab per E-Mail versendet Vertrauen und nehmen im Vorfeld die Unsicherheit.

Ganz wesentlich ist: Bauen Sie auf das, was Ihr Mitbewerb nicht kopieren kannIhre Unternehmenskultur. Vieles andere wie Benefits, interne Strukturen oder Gehälter bieten andere Arbeitgeber auch.

Glückliche und zufriedene Mitarbeitende genießen eine Kultur des Vertrauens und schätzen Arbeitgeber, bei denen sie ihr Potenzial entfalten können und Wertschätzung sowie Dankbarkeit für geleistete Arbeit erfahren. Dort arbeiten Menschen gerne, sind stolz auf das was sie tun und bleiben länger im Unternehmen.

Bindung der Mitarbeiter bei Besten Arbeitgebern

Quelle: Great Facts, Great Place to Work Österreich


Originelle Employer Branding Maßnahmen

Wir stellen Ihnen drei Best Practices aus dem Employer Branding vor – ein Ausschnitt davon, wie ausgezeichnete Arbeitgeber Unternehmenskultur von Anfang an gestalten. Eine vertrauensvolle und wertschätzende Unternehmenskultur beginnt bereits bei den potenziellen BewerberInnen:

1. Die Employer Value Proposition

Employer Value Proposition

Ziel ist das Interesse für den Arbeitgeber zu wecken, indem potenziellen Mitarbeitenden ein authentisches Bild des Arbeitgebers geboten wird. BewerberInnen bekommen einen Einblick in die verschiedensten Angebote, die allen Mitarbeitenden geboten werden.  

Damit die Employer Value Proposition authentisch ist und das im innen gelebte nach außen transportiert ist es hilfreich, sich bei den bestehenden Mitarbeitenden Feedback einzuholen. Hilfreiche Fragen sind etwa: Was verbinden Sie mit dem Unternehmen? Worauf sind Sie besonders stolz?

Basierend auf diesen Antworten kann die Employer Value Proposition entwickelt werden.

 

2. Mitarbeitende als BotschafterInnen

Best Practice Mitarbeiter werden zu Botschaftern

Ein Unternehmen ist viel mehr als nur Zahlen und Wirtschaft auf Papier. Was es menschlich macht, sind seine Mitarbeitenden – die Menschen im Unternehmen.

Um BewerberInnen das persönliche Leben und den Unternehmensalltag so wie die gelebten Werte und den Charakter des Arbeitgebers näherzubringen, können Ihre Mitarbeitenden zu Botschaftern des Unternehmens werden.

Dafür eignen sich zum Beispiel regelmäßige Blogbeiträge in Tagebuchform, welche Arbeitsalltag, Updates, Events und Geschehnisse im Unternehmen dokumentieren und nach außen tragen. Manche Unternehmen setzen auf Videos zur Vorstellung, um ihren potenziellen BewerberInnen authentische Einblicke in Unternehmensbereiche oder -abteilungen zu geben. Die gelebte Unternehmenskultur kann damit hervorragend transportiert werden.

Auch über Social-Media-Kanäle kann ein Berührungspunkt geschaffen werden, um darzustellen, was Ihr Unternehmen von anderen abhebt und dieses ausmacht.

3. Stay Connect Gift Bag

Best Practice Stay Connected Gift Bag

Wenn Ihre Employer Brand stark ist und Ihnen neue BewerberInnen bringt, geht es darum, die richtigen Mitarbeitenden auszuwählen. Die Auswahl der passenden BewerberInnen, bedeutet unumgänglich auch, anderen potenziellen Mitarbeitenden eine Absage erteilen zu müssen.

Bedenken Sie dabei, dass die Art und Weise, wie der Bewerbungsprozess bei Ihnen erlebt wird, auch Einfluss auf Ihre Employer Brand hat. Denn BewerberInnen sprechen sehr wahrscheinlich mit Bekannten, Freunden und Familie über Ihr Unternehmen oder bewerten den Prozess möglicherweise auch auf Arbeitgeberbewertungsplattformen.

Worauf es ankommt, ist, auf Absagen richtig zu reagieren und Wertschätzung zu zeigen. Was dabei helfen kann die Motivation der BewerberInnen aufrecht zu erhalten und das Unternehmen in guter Erinnerung zu behalten, ist eine kleine Aufmerksamkeit seitens des Arbeitgebers:

  • Lassen Sie den BewerberInnen ein Dankeschön in Form einer Gift Bag zukommen.
  • Eine Tafel süßer Schokolade in hübscher Verpackung bereitet den meisten Menschen Freude.
  • Oder wie wäre es mit einem Schlüsselanhänger oder USB-Stick mit persönlichem Schliff?
  • Wichtig ist: Achten Sie auf die Qualität und Mehrwert des kleinen Dankeschöns.
  • Herzliche Note: eine persönliche Nachricht bringt große Freude.


FAZIT: Mut zur Individualität

Employer Branding muss persönlich und menschlich sein und die Unternehmenskultur zum Vorschein bringen. Nur so können Sie sich von Ihrem Mitbewerb abheben. Die Stärke Ihres Unternehmens liegt in dessen Einzigartigkeit! Nur durch die Differenzierung und Positionierung können potenziellen BewerberInnen feststellen, ob sie zu Ihrem Unternehmen passen.

 

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Quellen:

Wedel-Klein & Stotz: Employer Branding (2013).

Marketagent.com 360 Grad Studie: "EMPLOYER BRANDING"



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