KI ist gekommen, um zu bleiben
KI ist längst mehr als ein Buzzword – sie verändert unsere Arbeitswelt grundlegend. Mitarbeitende, Führungskräfte und ganze Organisationen stehen vor einer neuen Herausforderung. Wie lassen sich die Chancen der künstlichen Intelligenz (KI) verantwortungsvoll nutzen und deren Risiken aktiv managen?
Welche Anforderungen stellen KI-Technologien ans Leadership? Und wie stärken beide die Unternehmenskultur? Diese Fragen haben wir in unserem Webinar zum Thema KI mit Hernstein näher beleuchtet:
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Unsere Great Place To Work Studien zeigen. Der erfolgreiche Einsatz von KI hängt eng mit Vertrauen, Teamgeist und einer positiven Unternehmenskultur zusammen. Doch wo stehen Unternehmen heute – und welche Führungsansätze braucht es, um die Einführung von KI erfolgreich zu gestalten?
Christian Trübenbach, Senior Manager & Culture Coach bei Great Place To Work, betont: „KI ist gekommen, um zu bleiben. Entscheidend ist jetzt, wie Unternehmen Vertrauen schaffen und ihre Mitarbeitenden befähigen, diese Technologie sinnvoll und menschzentriert einzusetzen.“
Veränderungen durch die Integration von KI: Zahlen und Fakten
Der Hernstein Management Report, eine Befragung von 1.600 Führungskräften in Österreich und Deutschland zeigt:

Die Grafik macht deutlich, dass KI vor allem neue Kompetenzen erfordert: Ganze 88 % der befragten Führungskräfte stimmen zu, dass sich Fähigkeiten in der Zusammenarbeit stark verändern werden. Gleichzeitig sehen 74 % einen generellen Umbruch in der Arbeitswelt.
Auffällig ist aber auch die Skepsis: 75 % der Führungskräfte vertrauen KI-Entscheidungen nicht blind, sondern betonen die Notwendigkeit von kritischem Denken und menschlicher Reflexion. Damit bestätigt die Befragung, was auch im Webinar betont wurde: Führungskräfte müssen psychologische Sicherheit schaffen und ihre Teams befähigen, KI verantwortungsvoll einzusetzen. Denn nur so kann KI als Werkzeug dienen, das Menschen stärkt – statt sie zu verunsichern.
Chancen und Risiken von KI
Chancen:
- Automatisierung von Routinetätigkeiten
- Produktivitätssteigerungen
- Neue Jobprofile wie Prompt Engineers oder KI-Trainer:innen
- Entlastung für Mitarbeitende
Risiken:
- Angst vor Jobverlust
- Geringe Schulungsquote
- Ethische Fragen (z. B. KI-Entscheidungen, AI Act)
- Gefahr der Entfremdung von Arbeit
Magdalena May, Organisationspsychologin und KI-Trainerin bei Hernstein, erklärt: „Mitarbeitende müssen offen über Erfahrungen, Sorgen und Fehler sprechen können. Transparente Kommunikation über Ziele und Grenzen des KI-Einsatzes stärkt das Vertrauen. Psychologische Sicherheit ist die Basis für eine erfolgreiche Transformation.“
High-Trust-Culture als Nährboden für KI
Unternehmen mit einer High-Trust-Culture sind erfolgreicher bei der Einführung neuer Technologien.
Diese Grafik aus der European Workforce Study zeigt eindrucksvoll, wie stark die Unternehmenskultur den Umgang mit KI beeinflusst. In Unternehmen mit einer High Trust Culture fühlen sich 38 % der Mitarbeitenden ermutigt, KI einzusetzen, während es in Organisationen mit einer Low Trust Culture nur 11 % sind.
Christian Trübenbach betonte im Webinar, dass Vertrauen der entscheidende Nährboden für Transformation ist: Wo psychologische Sicherheit gegeben ist, trauen sich Mitarbeitende, Neues auszuprobieren, Fehler offen anzusprechen und innovative Technologien aktiv mitzugestalten. Ohne dieses Vertrauen bleiben Potenziale ungenutzt – und der Wandel wird zur Belastung statt zur Chance.
Mehr dazu im Blog: So stärkt ihr das Vertrauen in KI bei euren Mitarbeitenden
Neue Führungsaufgaben: AI-Driven Leadership
Mit KI verändert sich nicht nur die Arbeitsweise, sondern auch die Rolle von Führungskräften.
Merkmale von AI-Driven Leadership:
- Optimistische Haltung gegenüber KI (Mensch + Technologie als Synergie)
- Klare Richtlinien für den Einsatz, verbunden mit Experimentierfreude
- Vertrauen fördern durch psychologische Sicherheit
- Soft Skills wie Empathie, Konfliktfähigkeit und kritisches Denken bewusst stärken
Doppelte Teamfähigkeit: Mensch & Maschine im Zusammenspiel
Dr. Yasmin Mai-Yee Weiß prägte den Begriff der doppelten Teamfähigkeit:
- Mensch-Mensch-Zusammenarbeit bleibt zentral.
- Mensch-KI-Teams erfordern neue Kompetenzen wie Koordination, Verantwortung und kritisches Denken.
Ein Organigramm der Zukunft könnte nicht nur People & Culture, sondern auch People, Agents & Culture abbilden.

Hürden auf dem Weg
Zu den größten Herausforderungen bei der KI-Implementierung zählen:
- Geringe Weiterbildungsangebote
- Angst vor Arbeitsplatzverlust
- Mangel an Transparenz
- Unterschätzte psychologische Effekte (z. B. Abhängigkeit von KI-Systemen)
KI und die emotionale Dimension
Studien zeigen, dass KI nicht nur Prozesse, sondern auch Menschen emotional beeinflusst:
- Geringere Identifikation mit Arbeitsergebnissen, wenn KI zu stark eingebunden wird
- Gefahr parasozialer Beziehungen zu KI-Systemen
- Sinkende intrinsische Motivation bei Übernutzung
Daher gilt: Führungskräfte müssen KI bewusst so einsetzen, dass der Mensch im Mittelpunkt bleibt.
Fazit: KI braucht Kultur, Vertrauen und Leadership
KI eröffnet enorme Chancen – aber nur, wenn Organisationen den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Führungskräfte, die psychologische Sicherheit schaffen, Weiterbildung fördern und Vertrauen stärken, machen ihre Unternehmen zukunftsfähig.
Ihr habt Interesse an weiteren Insights zu KI. Meldet euch zu unserem Webinar „Ist eure Kultur bereit für KI -Agenten“ an, erfahrt was die Best Workplaces in Tech™ 2025 schon heute vormachen – und wie wir morgen arbeiten werden.

