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Interview mit Dr. Kurt Gollowitzer, Geschäftsführer Wien Holding

Die Corona-Krise stellt Unternehmen derzeit vor ganz besondere Herausforderungen. Kurt Gollowitzer, Geschäftsführer der Wien Holding, hat mit uns darüber gesprochen, wie die Wien Holding mit ihren rund 75 Unternehmen diese Krise meistert.

Dr. Kurt Gollowitzer c Barbara Nidetzky

 

Vor welche Herausforderungen hat die Corona-Krise die Wien Holding gestellt?

In der Wien Holding sind rund 75 Unternehmen aus vier Geschäftsfeldern gebündelt. Unsere Unternehmen arbeiten im Kultur-, Immobilien-, Logistik- und Medienbereich. Daher waren die Auswirkungen der Krise innerhalb der Wien Holding unterschiedlich stark spürbar. Während unser Immobilienbereich kaum von den Lockdowns betroffen war und ist, ist die Krise in unseren Kulturunternehmen nach wie vor stark spürbar. Unser oberstes Gebot ist daher, mit ruhiger und vorausschauender Hand unsere Unternehmen zu stabilisieren, ihre Substanz und ihre Arbeitsplätze zu sichern und sie möglichst rasch – soweit es die Corona-Maßnahmen zulassen – wieder in Richtung Normalbetrieb zu führen. Das ist keine einfache Aufgabe, da viele Unternehmen von den Entwicklungen im Tourismus, dem Öffnen der Grenzen, der Kaufkraft der Menschen und der Konjunktur abhängig sind – doch ich bin überzeugt, dass wir das schaffen.

Hat die Wien Holding Hilfen angenommen?

Um die kurzfristigen Auswirkungen der Corona-Krise abzufedern, haben wir als Wien Holding sehr stark auf das Instrument der Corona-Kurzarbeit gesetzt, um alle MitarbeiterInnen und Arbeitsplätze halten zu können. Das war hauptsächlich bei den Unternehmen im Kultur- und Freizeitbereich und der Personenschifffahrt der Fall. Zusätzlich wurden Urlaube und Zeitausgleichsstunden abgebaut und dort, wo es möglich war, auf Homeoffice umgestellt und diese Arbeitsform durch die konsequente Digitalisierung forciert.

Wie sorgen Sie für die Sicherheit Ihrer MitarbeiterInnen in der Wien Holding?

Wir halten uns natürlich an die vorgegebenen Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung von COVID-19. So haben wir unseren MitarbeiterInnen Schutzmasken zur Verfügung gestellt, die außerhalb der eigenen Büroräumlichkeiten getragen werden müssen. Auch für zusätzliche Hygienemaßnahmen wurde gesorgt. Eine der wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen war aber sicher die Umstellung auf Homeoffice während des Lockdowns. In einigen Betrieben, wie dem Hafen Wien, fahren wir in mehreren fixen Schichten und Teams, damit sich die Kontakte der MitarbeiterInnen auf die jeweiligen Einheiten beschränken. Darüber hinaus haben wir in unserer Konzernzentrale dafür gesorgt, dass sich die MitarbeiterInnen einmal wöchentlich gratis einem Schnelltest unterziehen können, um ihnen ein sicheres Gefühl zu vermitteln.

Was hat die Krise innerhalb der Wien Holding verändert?

Bei allen negativen Seiten, die COVID-19 mit sich gebracht hat, gibt es auch einige positive Aspekte. Neben der Digitalisierung, die durch den plötzlichen Umstieg auf Homeoffice natürlich einen enormen Schub erfahren hat, ist auch das gegenseitige Vertrauen gewachsen. Als Geschäftsführer der Wien Holding bin ich für fast 3.000 MitarbeiterInnen verantwortlich, deren körperliche und psychische Gesundheit mir sehr am Herzen liegt. Daher war es mir wichtig, präsent zu sein und immer ein offenes Ohr zu haben. Die Krise hat auch verdeutlicht, dass unsere MitarbeiterInnen tagtäglich Großartiges für unser Unternehmen leisten, selbst unter erschwerten Bedingungen und außerhalb ihres regulären Arbeitsplatzes.

Haben Sie eine Lehre aus der Krise gezogen?

Die Krise hat uns gelehrt, dass man nicht immer alles im Voraus planen kann. Man muss – persönlich, aber auch als Unternehmen und Mitarbeiterin bzw. Mitarbeiter – flexibel auf Veränderungen reagieren können und sich entsprechend anpassen. Denn Veränderung ist gut und notwendig. Die Krise hat uns aber auch gezeigt, wo diesbezüglich noch Optimierungsbedarf besteht und nachgebessert werden muss.

Ihr Blick zurück auf das Jahr 2020: Gab es – trotz Corona – auch Grund zur Freude?

Natürlich gab es trotz Corona auch sehr viele schöne Momente im Jahr 2020. Wir konnten einige runde Jubiläen feiern wie z.B. 10 Jahre Schiffstation City oder den 20. Geburtstag des Haus der Musik. Der Hafen Wien verzeichnete trotz Krise Zuwächse und hat sich 2020 gut entwickelt. Darüber hinaus konnten wir den Architekturwettbewerb zur neuen Wien Holding-Arena erfolgreich abschließen und die Sanierung des Raimund Theaters vorantreiben.

 

Foto © Wien Holding



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