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Homeoffice VS Büro: Das sagen Österreichs Mitarbeitende

Homeoffice vs Büro

Homeoffice – gekommen, um zu bleiben? Wenn es nach den Mitarbeitenden geht: Ja. Wenn es nach den Führungskräften geht: Nicht immer.

Direkt bei den Mitarbeitenden nachgehakt, wie sich der innerbetriebliche Umgang mit der Krise auf sie auswirkt, haben wir teilweise überraschende, aber durchaus auch besorgniserregende Antworten erhalten.

Die erste Trendstudie im Juni zeigte im Wesentlichen ein positives Bild, voller Optimismus und Chancenorientierung. Ernüchternd sind hingegen die Zahlen der aktuellen Folgestudie, die Anfang November durchgeführt wurde.

Für die vorliegende repräsentative Trendstudie wurden Anfang November 2020 über das Bilendi-Online-Panel 632 unselbständig Beschäftigte befragt. Diese wurden unter anderem den folgenden Personengruppen zugeordnet:

1. Mitarbeitende, die jetzt und auch vor der Corona-Krise vom Homeoffice aus arbeiten können bzw. konnten.

2. Mitarbeitende, die erst seit der Corona-Krise vom Homeoffice aus arbeiten können, vorher aber nicht.

3. Mitarbeitende, die bedingt durch die Corona-Krise vom Homeoffice aus arbeiten konnten, jetzt aber nicht mehr (wieder nur mehr im Büro).

4. Mitarbeitende, die noch nie vom Homeoffice aus arbeiten konnten.

Die teilweise alarmierenden Einblicke und ernüchternden Erkenntnisse zeigen: Der durch die Corona-Krise befeuerte Homeoffice-Trend erhitzt die Gemüter der Mitarbeitenden in österreichischen Unternehmen.

Rettungsanker Homeoffice

Zur Zeit des ersten Lockdowns hat sich Homeoffice für viele Unternehmen als Rettungsanker erwiesen. Nun, nach neun Monaten, wird es von den befragten Mitarbeitenden noch immer als stärkste Veränderung im Arbeitsleben wahrgenommen. 30 % der Befragten mit Homeoffice-Erfahrung geben an, schon vor Corona im Homeoffice gearbeitet zu haben – für 70 % sind die Erfahrungen neu, aber durchwegs positiv.

Zusammenarbeit wurde im März 2020 in vielen Unternehmen neu definiert, wie auch Mag. (FH) Claudia Kopitar, Head of HR von EY Österreich, einem Unternehmen, das die Auszeichnung „Österreichs Beste Arbeitgeber 2020“ trägt, in einem unserer CEO-Talks berichtet:

Zitat Claudia Kopitar

In der repräsentativen Trendstudie kann nur ein Drittel der befragten Mitarbeitenden der Aussage zustimmen, dass die Corona-Krise die Digitalisierung in ihrem Unternehmen beschleunigt hat.

Dem Statement, dass durch die Corona-Krise plötzlich viele Dinge im Unternehmen möglich wurden, die vorher undenkbar waren, können bei den Befragten, die regelmäßig Homeoffice nutzen, mehr als 40 % zustimmen.

Bei den befragten Studienteilnehmenden, die nun wieder zurück im Büro sind, stimmen der Aussage nur mehr 29 % zu und bei den Befragten, die noch nie die Möglichkeit hatten, vom Homeoffice aus zu arbeiten, sind es gar nur 17 %.

„Durch die Corona-Krise sind plötzlich viele Dinge in meinem Unternehmen möglich, die vorher undenkbar waren.“

Neue Dinge möglich durch Corona
Quelle: Österreichs Unternehmen im Corona-Griff


Corona-Krise – Beschleuniger und Chancenbringer

Annabelle Pineda, MSc, MHR, Human Resources Director der Canon Austria GmbH, sieht die aktuelle Situation in einem unserer CEO-Talks mit den „Besten Arbeitgebern 2020“ wesentlich positiver und chancenreicher:

Zitat Annabelle Pineda

Wirft man einen genaueren Blick in die unterschiedlichen Antworten der Befragten der repräsentativen Trendstudie, zeigt sich hier ein sehr heterogenes Bild:

Am kritischsten äußern sich jene 21 % der Befragten, die durch den ersten Lockdown ins Homeoffice gewechselt sind und gute Erfahrungen gemacht haben, nun aber wieder vollständig im Office arbeiten müssen.

Hier sind die Zustimmungswerte um dramatische 20 % gesunken, während die Befragungswerte bei denen, die immer schon im Homeoffice arbeiten konnten, sogar noch etwas zugelegt haben.

Ich bin davon überzeugt, dass sich aus der Corona-Krise für uns als Unternehmen neue Chancen und Möglichkeiten ergeben und wir daher gestärkt aus der Krise gehen werden.“

Neue Chancen und Möglichkeiten durch CoronaQuelle: Österreichs Unternehmen im Corona-Griff

Für immer Homeoffice?

„In Österreich arbeiten aktuell 38 % der unselbständig Erwerbstätigen hauptsächlich aus dem Homeoffice, davor waren es laut einer Studie des IMC FH Krems nur 18 % – ein Quantensprung!

Allerdings wollen 60–80 % der Arbeitnehmenden, aber ‚nur‘ 40–60 % der Unternehmen auch in Zukunft verstärkt Homeoffice nutzen“, berichtet der New-Work-Experte Prof. Michael Bartz vom IMC FH Krems, UNIVERSITY OF APPLIED SCIENCES über interessante Daten aktueller Studien der Fachhochschule in einem unserer CEO-Talks.

Martin Klässner, CEO der has·to·be gmbh, untermauert die Ergebnisse dieser wissenschaftlichen Untersuchungen: „Homeoffice ist für uns nicht die Lösung aller Herausforderungen, sondern für uns ist es ganz wichtig, in einem sozialen Zusammenhalt zu bleiben.

Homeoffice ist zwar effizientes Arbeiten, die Effektivität ist definitiv gestiegen, aber der Zusammenhalt und das Teamgefüge und auch die Innovationen sind in der letzten Zeit etwas auf der Strecke geblieben. Für einen Great Place to Work braucht es auch den Place, und der kann nicht Video sein.“
Zitat Klässner

Viele Führungskräfte sahen die Homeoffice-Lösung nicht nur positiv. So mussten 21 % der Studienteilnehmenden, die während des Lockdowns im Homeoffice arbeiteten, danach wieder ins Büro wechseln.

Dieses ungewollte Zurückgerufenwerden ins Büro führt zu erheblicher Unzufriedenheit und Frustration bei diesen Mitarbeitenden, die die Vorzüge des flexiblen Arbeitens vom Homeoffice aus auch weiterhin nutzen wollen, wie auch die folgenden Daten eindrucksvoll untermauern.

Mehr Homeoffice statt weniger: Wie Kommunikation und Zusammenarbeit davon profitieren könnten.

Zeigten sich die Befragten im Juni noch recht gut informiert, was die Corona-Maßnahmen in ihrer Organisation betrifft, offenbart sich jetzt ein bedenklich anderes Bild vor allem bei denen, die nicht mehr im Homeoffice arbeiten können (minus 20%!).

Hier ist der keineswegs erwartbare Umstand, dass der Umstieg auf digital und die zunehmende physische Distanz zu einem Mehr an (klarerer) Kommunikation geführt haben könnte, erstaunlich. Nicht verwunderlich daher, dass sich die Befragten mehr und transparente(re) Kommunikation wünschen sowie mehr Empathie von ihren Führungskräften erwarten.

„Über die Maßnahmen in unserer Organisation im Zusammenhang mit der Corona-Thematik fühle ich mich gut informiert.“

Neu Möglichkeiten durch CoronaQuelle: Österreichs Unternehmen im Corona-Griff


Bezogen auf die Qualität der Zusammenarbeit im Unternehmen zeigen sich wiederum jene 21 % der Befragten enttäuscht, die nach positiven Erfahrungen im Homeoffice nun wieder vollständig im Office arbeiten müssen.

Von dieser Gruppe geben lediglich noch 10 % an, dass sich die Zusammenarbeit während der Corona-Krise verbessert habe. Die Gruppe, die erstmals Homeoffice-Erfahrung gemacht hat und dies auch weiter praktizieren kann, stimmt der Aussage hingegen mit soliden 31 % zu.

„Durch die Corona-Krise hat sich die Art und Weise unseres Zusammenarbeitens deutlich verbessert.“

Zusammenarbeit in der CoronakriseQuelle: Österreichs Unternehmen im Corona-Griff


Diese Zahlen bestätigen wieder einmal eindrucksvoll: „Wer in den letzten Jahren seine Kultur-Aufgaben gemacht hat, kann auch in der Krise auf dem stabilen Fundament des Vertrauens aufbauen. Wenn alle im Unternehmen ans selbe glauben, lässt sich auch eine unvorhersehbare Zukunft gestalten“, so Doris Palz, Managing Director von Great Place to Work®.

Weitere aufrüttelnde Zahlen, Daten und Fakten finden Sie in unserer aktuellen Trendstudie „Österreichs Unternehmen im Corona-Griff“:

CTA Österreichs Unternehmen im Corona-Griff



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