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Best-Practice-Beispiele für eine innovative Unternehmenskultur

Innovationskultur

Beste Arbeitgeber sind ihrem Mitbewerb immer einen Schritt voraus. Dank gelebter Einbindung und Befähigung der Mitarbeiter:innen und einer aktiven Innovationskultur. Welchen Unterschied dies auch in Richtung Mitarbeiterzufriedenheit macht und wie es ausgezeichnete Unternehmen schaffen Mitarbeiter:innen den notwendigen Freiraum für innovatives Arbeiten zu bieten, lesen Sie in diesem Blogartikel.

  1. Was ist Innovationskultur?
  2. Warum braucht es erfolgreiche Innovationskulturen in Unternehmen?
  3. Innovationsfreiraum macht den Unterschied
  4. Wie man Innovation im Unternehmen fördern kann: Innovationskultur-Beispiele von Besten Arbeitgebern
  5. Ausblick

Was ist Innovationskultur?

Es gibt keine innovationsfördernde Kultur, ohne die konkrete Form der Zusammenarbeit der Menschen in der Organisation – sowohl deren Interaktion mit Führungskräften als auch untereinander – zu berücksichtigen. Dabei geht es nicht um die Neuerfindung von Werten. Es geht um die Entwicklung einer agilen Organisationskultur, die sich im Bewusstsein und damit im Arbeitsalltag aller Mitarbeiter:innen niederschlägt.

Erfolgreiche Unternehmenskulturen gehen über das reine (Er-)Finden von neuen Ideen und Experimenten hinaus. Es geht dabei um eine Unternehmenskultur, in der Arbeits- und Zusammenarbeitspraktiken mittels Innovationen im gesamten Unternehmen vorangetrieben werden. Die organisatorische Fähigkeit, sich selbst in einer sich verändernden Arbeits- und Geschäftswelt immer wieder neu zu erfinden oder wiederzuentdecken, steht dabei im Mittelpunkt. Gerade jetzt, in diesen disruptiven und unsicheren Zeiten, ist dies wichtiger denn je.

Warum braucht es erfolgreiche Innovationskulturen in Unternehmen?

Viele Unternehmen geben sich innovativer, als sie tatsächlich sind, und basieren ihren Innovationsgeist auf Erfolgsgeschichten aus der Vergangenheit. Ob die Organisation aber tatsächlich innovativ ist, wird nur klar, wenn die Schlüsselspieler: innen – die Mitarbeiter:innen – betrachtet werden.

Diverse Studien zeigen, dass Menschen ohne Führungsfunktion die Innovationskultur im Unternehmen viel negativer wahrnehmen als Menschen mit Führungsfunktion. Die Wahrnehmung der positiven Unternehmenskultur nimmt von der höheren Führung über alle Führungsebenen hinweg ab. Daraus lässt sich schließen, dass eine große Anzahl von Menschen, die für den Innovationsprozess dringend benötigt werden, nicht in ausreichender Weise mitgenommen werden.

Dies zeigen auch die ausgewerteten Daten in unserer neuesten Studie zum Thema Unternehmenskultur:

 

GPTW Report Uternehmenskultur

 

Innovationsfreiraum macht den Unterschied

Unsere neueste Untersuchung zeigt, dass etwas mehr als ein Viertel (28 %) aller Mitarbeiter:innen in Unternehmen mit einem Great Place to Work®-Gütesiegel wenig oder keine Freiheiten für neue und bessere Arbeitsweisen verspüren. Der diesbezügliche Anteil der Mitarbeiter:innen in jenen Unternehmen, die die Zertifizierung dieses Mal nicht erreichen konnten, ist viel höher und erreicht 42 %! Alles in allem bleibt der Raum für Innovationen für viele Unternehmen ein großes Entwicklungsfeld.

Der Trust Index©, der Durchschnitt aller Umfragepunkte, ergab, dass in zertifizierten Betrieben der Zustimmungswert in Bezug auf die allgemeine Zufriedenheit am Arbeitsplatz von Mitarbeiter:innen, die sehr viel Freiraum verspüren, mit 92 % um fast 45 % höher liegt als bei jenen Mitarbeitenden, die keinen Freiraum verspüren (48 %).

Die größten Abweichungen hierbei sind in unseren Mitarbeiterbefragungen in den Bereichen Glaubwürdigkeit und Fairness zu beobachten. Nicht einmal ein Drittel der Befragten (jeweils 29 %), die keinen Freiraum für die Entwicklung neuerer und besserer Arbeitsweisen verspüren, kann diesen beiden Statements zu stimmen:

  1. Die Führungskräfte leisten gute Arbeit bei der Zuweisung von Aufgaben und der Koordination der Mitarbeitenden.
  2. Die Führungskräfte zeigen Anerkennung für gute Arbeit und besonderen Einsatz.

Bei jenen Befragten, die angeben, sehr viel innovativen Freiraum zu erhalten, sind es um jeweils rund 60 % mehr (87 % bzw. 90 %)!

Welchen Unterschied würde es für ein Unternehmen dann wohl machen, wenn man nur zusätzlichen 10 % der Mitarbeitenden mehr Freiraum für neue und bessere Arbeitsweisen geben würde?

Wie man Innovation im Unternehmen fördern kann: Innovationskultur-Beispiele von Besten Arbeitgebern

Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (= KVP):

Durch den Einsatz von KVP-Teams in Unternehmen werden

  • Arbeitsabläufe und Prozesse optimiert,
  • die Kreativität und das Engagement der Mitarbeitenden geweckt und
  • die Teamarbeit sowie die Unternehmenskultur verbessert.

Ein Team kann dabei aus bis zu 15 Personen bestehen, die räumlich und prozessorientiert zusammenarbeiten. Der/Die Teamleiter:in bestimmt in Abstimmung mit den Mitarbeiter:innen das freiwillig zusammengestellte Team. Die KVP-Themen werden in den wöchentlich stattfindenden Teamsitzungen bearbeitet. Eine Teamsitzung dauert 1 Stunde und wird von einem/r Moderator:in begleitet.

Um die Leistungen der Belegschaft sichtbar zu machen, wird jeden Monat der „KVP des Monats“ im Intranet vorgestellt. Außerdem findet jährlich eine Veranstaltung statt, in der die KVP-Oscars verliehen werden. Bewertet werden die Kategorien:

  • „Einfach genial“ (einfache Lösungen finden; kleiner Aufwand – große Wirkung; simpel, aber doch genial)
  • „Qualität“ (hoher Qualitätsnutzen; Reduktion von interner Nacharbeit und Ausschusskosten)
  • „Prozesse & Abläufe“ (Reduktion von Durchlaufzeit, Flächenbedarf und Prozessschritten; nachhaltige Prozessstabilisierung; Steigerung der Produktivität).

Im Intranet gibt es einen eigenen Workspace , wo Ideen eingebracht werden können und Maßnahmen verfolgt werden. Die besten drei Teams jeder Kategorie gewinnen beim KVP-Oscar ein Budget von € 150,- pro Teammitglied für ein Teambuilding-Event.

Ideanet

Das Ideanet ist Heimat für alle Ideen rund um Innovationsthemen. Das Ideanet hilft dabei, Mitarbeitende zu motivieren und ihnen eine Plattform zu bieten, wo Ideen eingebracht und aktiv weiterverfolgt werden können. Dabei stehen den Mitarbeitenden zwei Möglichkeiten zur Verfügung:

1. Die Idee oder Beobachtung wird „nur” eingereicht und das Innovation-Management kümmert sich um die weitere Bearbeitung oder Weitergabe an die richtige Stelle.

2. Wenn die Idee selbst weiter verbessert und bearbeitet werden soll, kann diese Idee mit Hilfe von Innovationsexperten weiterentwickelt werden und anschließend vor der Geschäftsführung gepitched werden.

Juniors on Strategy

Dieses Programm soll die Zusammenarbeit zwischen Juniors und dem Topmanagement fördern. Gemeinsam arbeiten sie an einem Thema von strategischem Interesse, wobei sich auch junge Talente Gehör verschaffen können. Durch die Teilnahme an diesem Projekt können junge Kolleg:innen an internationalen Workshops und Treffen teilnehmen und innovative Ideen und Vorschläge zu diversen Themen einbringen. Diese werden dann in konkrete Maßnahmen umgesetzt und innerhalb der Gruppe in direktem Dialog mit dem Topmanagement implementiert.

Wer kann an dem Programm teilnehmen?

Das Projekt steht allen Kolleg:innen offen, die ihr Studium vor weniger als 6 Jahren abgeschlossen haben. Um teilzunehmen, müssen Interessierte ein Motivationsschreiben und ein Video erstellen und eine Referenz des/r Vorgesetzten beifügen. Die zehn motiviertesten Kolleg:innen werden ausgewählt und können an dem Programm teilnehmen.

Wie sieht die Methodik aus?

Analyse: Das Team hat drei Monate Zeit, um das Thema zu untersuchen, seine Herausforderungen und möglichen Entwicklungen zu verstehen und Ideen zu sammeln und vorzuschlagen. Ebenso sollen Lösungen für das vorgeschlagene Thema erarbeitet werden.

Maßnahme: Definition und Umsetzung einer Lösung, die kurzfristig umgesetzt realisiert werden kann.

Ausblick

Zuhören, Input einfordern und die Offenheit Neues zuzulassen, macht den entscheidenden Unterschied in der erfolgreichen Umsetzung Ihrer Innovationsstrategie.

Welche Möglichkeiten, sich Gehör zu verschaffen, sich innovativ einzubringen und neue Ideen vom Vorschlag bis hin zur Umsetzung zu begleiten, bietet Ihr Unternehmen seinen Mitarbeiter:innen?



willkommen@greatplacetowork.at
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