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Alle Zeichen auf Transformation – wie positiver Change gelingt

Caroline Rotter

Wir erleben intensive Zeiten der Veränderung – Schlagworte wie Digitalisierung, Klimawandel und Transformation beherrschen das tägliche Leben. Millennials haben zudem andere Vorstellungen von Arbeit als ältere Generationen, was zu weiteren Change-Bewegungen führt. Unternehmen wollen die Veränderung gemeinsam mit ihren Mitarbeiter:innen bestmöglich gestalten.

Caroline Rotter, Expertin für Team Excellence, Leadership und Projektmanagement, unterstützt Unternehmen bei ihrer Transformation und hilft dabei, positiven Change einzuleiten. Was steckt hinter erfolgreichen Teams? Wie können Führungskräfte eine Atmosphäre schaffen, in der alle gerne mitarbeiten? Wie arbeiten Millennials? Antworten darauf und viele weitere wertvolle Einblicke gibt Caroline Rotter in einem Podcast-Gespräch mit GPTW-Geschäftsführerin Doris Palz.

Hören Sie den Podcast hier nach.




 

Teams mit Top-Leistungen haben „Superpowers“ – was ist das?

Erfolgreiche Teams sind nicht einfach zufällig erfolgreich. Laut Caroline Rotter besitzen sie sogenannte „Superpowers“. Das sind Stärken, die jede/r Mitarbeitende in das Team einbringt. Frau Rotter definiert sie wie folgt:

Superpowers haben jene Teams, die Top-Leistungen mit Natürlichkeit und Leichtigkeit erreichen. Dazu zählen zum Beispiel die Gestaltungsfreude, die persönliche Verantwortung, die Begeisterung und ein gesundes und nährendes Klima der Zusammenarbeit. Dann entsteht eine Dynamik des Teamspirits, die alle Teammitglieder mitnimmt. Es wird ein gemeinsames An-einem-Strang-Ziehen gespürt.

Vor allem in Konfliktsituationen oder wenn etwas nicht so gut oder gar schiefläuft, sind diese Superpowers ein Mehrwert für alle, denn dann wird der Teamspirit sichtbar und trägt uns.

Deshalb ist es in Teams wichtig, jedes einzelne Mitglied zu fragen, worin seine Stärken liegen und was es in ein Projekt miteinbringen wird, um gemeinsam erfolgreich zu agieren. Wenn man das im Team bespricht, wird für alle sehr schnell klar, dass es bereits viele Superpowers gibt und dass man ein starkes Team ist – gleich von Beginn an! Kreativität, Klarheit und Strukturiertheit sind nur einige Beispiele für Superpowers. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist hier das wiederkehrende Besprechen und Reflektieren der Superpowers im Team, denn dadurch werden sie weiter gestärkt und gleichsam automatisch der Teamspirit gefestigt.

Wie arbeiten Millennials – die Führungskräfte von morgen?

Caroline Rotter beobachtet in ihrer Zusammenarbeit mit Millennials (Menschen zwischen 30 und 35 Jahren), die sie im Bereich Führungskräfte-Entwicklung oder im Projektmanagement coacht, dass ihr diese mit einer großen Gestaltungsfreude begegnen.

Diese Generation möchte etwas verändern und im Team bewegen. Millennials – man bezeichnet sie auch als Generation Y – arbeiten sehr selbstreflektiert und retrospektiv: Wie kann ich den Rahmen für mein Team bestmöglich gestalten? Wie nehme ich mich in meiner Rolle wahr und was können wir gemeinsam bewirken?

Wie gehen Millennials mit der gesteigerten Arbeitslast durch weniger Arbeitskräfte um?

Caroline Rotter betont, dass ihr immer wieder das interne Bestreben der Teamleiter:innen zur teamübergreifenden und unterstützenden Arbeit auffällt. Fernab jeden Silo-Denkens wird ein pragmatischer und offener Ansatz verfolgt und versucht, Synergien zu nützen. Millennials denken sehr unternehmerisch – im Sinne dessen, was gut für das Unternehmen ist. Sie wollen mitgestalten und von der Geschäftsführung mit einbezogen werden. Für diese Gruppe ist es wichtig, wie man ein harmonisches Miteinander schaffen kann.

Stichwort: Generationen – welchen Change spüren unterschiedliche Generationen am stärksten?

Einen großen Change spüren sicher die älteren und jüngeren Generationen zueinander in der Arbeitswelt. Millennials wollen wie gesagt mitgestalten und miteinbezogen werden. Sie wünschen sich eine Öffnung der Zusammenarbeit in alle Unternehmensbereiche hinein und senden der Geschäftsführung Signale, dass sie da sind und mitgestalten wollen. Ein autoritärer Führungsstil hingegen ist bei Millennials total out.

Wie können heterogene Teams gut zusammenarbeiten?

Wenn Teams sehr heterogen zusammengesetzt sind, geht das mit vielen unterschiedlichen Zugängen zur Arbeit und besonderen Herausforderungen in Sachen Grenzsetzung einher. Caroline Rotter empfiehlt, die Zusammenarbeit nach den folgenden drei Schritten zu organisieren:

  • 1. Schritt: Individuelle Ebene: Zuerst sollte jeder und jede bei sich selbst beginnen und reflektieren: Welche Werte sind mir wichtig?
  • 2. Schritt: Teamebene: Im zweiten Schritt gilt es mit dem Team in den Austausch zu gehen: Was ist unsere Basis? Wie wollen wir zusammenarbeiten?
  • 3. Schritt: Gemeinsame Ebene: Daraus gestalten die Teammitglieder 5 bis 6 „Golden Rules“ der Zusammenarbeit – Werte, die allen wichtig sind und gemeinsam gestaltet und festgelegt werden. Ist dieser Schritt vollzogen, so wurde der gemeinsame Nenner gefunden und eine dauerhafte Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit etabliert.

 

Werte – wie wichtig sind sie für Teams und Mitarbeiter:innen, und wie werden sie erlebbar gemacht?

Caroline Rotter erlebt immer wieder, dass Mitarbeiter:innen die Werte ihres eigenen Unternehmens gar nicht bewusst sind und diese daher nicht ausreichend gelebt werden. Erst wenn Werte aktiv besprochen und mit Beispielen versehen werden, werden sie klar und erfahrbar.

Es braucht also den kommunikativen Austausch, um Unternehmenswerte spürbar zu machen. Gerade für Teams ist es eine gute Basis, wenn die Unternehmenswerte allen Mitgliedern bekannt sind.

Und was ist der Kernwert?

Vertrauen spielt eine große Rolle in der Zusammenarbeit und ist sicher einer der Kernwerte. Im Fokus sollte generell immer der Mensch stehen: Was brauchen wir als Menschen und wie können wir Nähe schaffen? Wir sind soziale Wesen. Vertrauen ist eine Grundvoraussetzung für Zusammenarbeit.

Homeoffice und virtuelle Zusammenarbeit – was braucht es für eine persönliche Beziehung?

Die Defizite aller kommen in der virtuellen Zusammenarbeit noch stärker zum Vorschein. Als Teamleiter:in muss man sich dessen bewusst sein und neue Routinen schaffen, um den Teamzusammenhalt zu gewährleisten.

Wertvolle Tipps für Spielregeln im Homeoffice:

  • vermehrte 1:1-Abstimmungen zwischen Führungskraft und Mitarbeitenden
  • regelmäßiges Feedback von der Führungskraft (um zu signalisieren: ich sehe dich, ich nehme deinen Beitrag wahr)
  • gemeinsame Reflexion mit dem Team (auch spielerisch verarbeitbar)
  • Regeln (Etikette) für die Kommunikation
  • allgemeine Spielregeln für die Zusammenarbeit im Team

Werden keine Spielregeln festgelegt, geht das Teamgefühl verloren und es baut sich sehr schnell Distanz auf. Auch die Gefahr eines Jobwechsels wird dadurch größer. In jedem Fall wird in der virtuellen Zusammenarbeit große Achtsamkeit und bewusstes Agieren von der Führungsperson gefordert.

New Work – wie bekommen wir Mitarbeiter:innen wieder zurück ins Büro?

Bei einigen Unternehmen ist beobachtbar, dass sie nach zwei Jahren pandemiebedingtem – und meist von heute auf morgen eingeführtem – Homeoffice wieder rasch zum alten Regime zurückgekehrt sind (wie etwa dazu, dass Homeoffice nur ein- bis zweimal im Monat gewährt wird). Viele Mitarbeitende hinterfragen diese plötzliche und umfassende Rückkehr und können sich damit nicht mehr zurechtfinden. Sie wünschen sich viel mehr Freiheit in Bezug darauf, wann, wie und von wo aus sie ihre Arbeit erledigen. Hier spielt der Kernwert Vertrauen wieder eine große Rolle.  

Wichtig ist auch hier, Spielregeln für das Homeoffice festzulegen. Die diesbezüglichen Regelungen müssen in enger Abstimmung mit dem Team definiert werden. Unterschiedliche Teammitglieder haben unterschiedliche Bedürfnisse, die man sichtbar machen und nach Möglichkeit berücksichtigen muss.

FAZIT: Den Teamspirit wecken und die Wir-Kraft nutzen

Um den Teamspirit zu wecken, braucht es die natürliche Kraft im Team. Menschen – besonders die auf dem Arbeitsmarkt dominante Altersgruppe der Millennials – wollen gefragt und miteinbezogen werden, um mitgestalten zu können.

Die Wir-Kraft zu nutzen, hilft allen. Dazu zählt, sich auf Augenhöhe auszutauschen und Klarheit in der Zusammenarbeit zu schaffen. Führungskräfte sollten daher als „Enabler“ agieren – frei nach dem Motto: Ich schaffe für euch die Rahmenbedingungen und bin gleichzeitig eine/r von euch. Ich spanne den Bogen zu den anderen Führungskräften, damit wir im Team und teamübergreifend gut arbeiten können.

Teams, die nach diesen Prinzipien funktionieren, sind jeder Transformation gewachsen und tragen maßgeblich dazu bei, dass positiver Change gelingt.

 

Ist Ihr Unternehmen ein großartiger Arbeitgeber für Millennials?

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