5 Tipps um die Arbeitgeberattraktivität bei Lehrlingen zu steigern

5 Tipps um die Arbeitgeberattraktivität bei Lehrlingen zu steigern

Auf der Suche nach neuen Lehrlingen? Nach engagierten jungen Leuten, die Sie in Ihrem Betrieb unterstützen und Fachkräfte von morgen werden? Doch die eintreffenden Bewerbungen sind mager? Grundlegender Fachkräftemangel durch Rückgang der Bevölkerungspyramide und SchulabgängerInnen, die sich häufiger für ein Studium entscheiden – das sind nur ausgewählte Herausforderungen, die heute den Wettbewerb im Recruiting um motivierte Lehrlinge verstärken.

Erfahren Sie in diesem Blogbeitrag, wie Lehrlinge zu Multiplikatoren werden und was die Themen sind, über die sie sprechen. Wir haben fünf Tipps für Sie, wie Sie Ihre Arbeitgeberattraktivität bei den Lehrlingen steigern können, damit sich junge Menschen für eine Lehre in Ihrem Unternehmen entscheiden und auch bleiben.

Investieren Sie in Ihre Außenwirkung

Für Betriebe gibt es viele Möglichkeiten, ihr Image positiv zu gestalten und nach außen zu tragen. Wichtig ist, die Maßnahmen der Zielgruppe entsprechend auszurichten, um diese zu erreichen. Im Bereich der Lehrlingsausbildung sollen die jugendlichen SchulabsolventInnen sowie deren Eltern auf den Ausbildungsbetrieb aufmerksam gemacht werden.

Doch die beste Werbung und der beste Außenauftritt helfen nicht, wenn sie nicht ehrlich und authentisch sind. Dann werden Ihnen auch die potenziellen BewerberInnen weniger Glauben schenken.

Was für junge Menschen sehr vertrauensvoll wirkt, sind die Erfahrungswerte und die Erzählungen aktueller und ehemaliger Lehrlinge. Diese „Mundpropaganda“ ist ehrlich und aufrichtig, denn es sind Erzählungen und persönliche Erfahrungen von denjenigen, die tagtäglich das Arbeitsklima – also die Unternehmenskultur – miterleben.

So werden Lehrlinge zu Ihren Multiplikatoren

Eine vertrauensvolle Ausbildungskultur und ein wertschätzender Umgang sind nicht nur für aktuelle Lehrlinge und Mitarbeitende ein Mehrwert, sondern auch für die zukünftigen BewerberInnen. Das verdeutlichen die Ergebnisse, die den Unterschied zwischen den von Great Place to Work® zertifizierten Lehrbetrieben mit dem Durchschnitt in Österreich vergleichen.

Weiterempfehlung als Lehrbetrieb
Lehrlinge in zertifizierten Betrieben von Great Place to Work® erleben eine vertrauensvolle Ausbildungskultur. Dort wird den Lehrlingen auf Augenhöhe begegnet. Sie bekommen Wertschätzung und Respekt für geleistet Arbeit. Und das Resultat? Stolze Lehrlinge, die stolz auf ihre Leistungen im Unternehmen sind und gerne darüber berichten – ihren FreundInnen, ihren Bekannten oder ihren Familien:

83 % der Lehrlinge in zertifizierten Betrieben stimmen zu: „Meinen Freunden würde ich das Unternehmen als Lehrbetrieb weiterempfehlen.“

Darüber sprechen die Lehrlinge

Aus den Befragungsstudien kennen wir die Themen, worüber zufriedene Lehrlinge aus zertifizierten Betrieben sprechen. Es sind mehrere Themen, die die Lehrlinge besonders schätzen und weitererzählen.

Darüber sprechen Lehrlinge:

  • gutes Teamwork und freundliche Arbeitsatmosphäre
  • Unterstützung bei Problemen
  • abwechslungsreiche Tätigkeiten und Aufgaben
  • Weiterbildungsmöglichkeiten
  • zunehmende Selbstständigkeit und Eigenverantwortung

Doch was können Sie konkret umsetzen, um Ihre Arbeitgeberattraktivität bei Lehrlingen zu steigern?

Die 5 Tipps um die Arbeitgeberattraktivität bei Lehrlingen zu steigern

1. Gehen Sie wertschätzend und auf Augenhöhe mit den Lehrlingen um.

Kommunizieren Sie offen, respekt- und vertrauensvoll mit den Lehrlingen und begegnen Sie diesen auf Augenhöhe. Lehrlinge wollen als vollwertiges Mitglied wahrgenommen werden.
Ebenfalls zu einem wertschätzenden Umgang zählen Anerkennung für geleistet Arbeit und Lob für guten Einsatz. Ein persönlich ausgesprochenes „Danke“ bringt Freude und wirkt motivierend.

2. Lehrlinge wollen gefordert werden: Trauen Sie den Lehrlingen etwas zu.

Übertragen Sie Ihrem Lehrling ruhig etwas Verantwortung für bestimmte Aufgabenbereiche oder eigenständige Projekte. Engagierte und motivierte Lehrlinge beziehungsweise jene, die schon in den höheren Lehrjahren sind, übernehmen gerne mehr Verantwortung. Nur wer Herausforderungen annimmt, kann auch daran wachsen.

Aber Vorsicht vor Überforderung – wenn Unterstützung gebraucht wird, gewährleisten Sie diese und greifen unter die Arme.

3. Entlohnen Sie fair, um Sicherheit zu vermitteln.

Gute Leistungen sollen auch monetär gewürdigt werden. So motivieren Sie Jugendliche, weiterhin am Ball zu bleiben und ihre Leistungen aufrecht zu erhalten. Neben einem fairen Gehalt eignen sich Gutscheine, Prämien oder gemeinsame Ausflüge und Aktionen.

4. Geben Sie den Lehrlingen eine sichere Perspektive.

Wenn das Ende der Ausbildungszeit näher rückt, machen sich Lehrlinge Gedanken über den weiteren Verlauf ihrer beruflichen Zukunft. Besprechen Sie frühzeitig, ob Sie die/den Ausgelernte(n) übernehmen können und geben Sie Ratschläge, falls sie/er sich dagegen entscheidet.

Im Hinblick auf Fortbildungen oder Karenzzeit ist transparente Kommunikation ebenfalls essenziell, um Zukunftsperspektiven zu schaffen.

5. Ermöglichen Sie Teamgeist und Spaß an der Arbeit.

Bestimmte Aufgaben und Herausforderung lassen sich im Arbeitsalltag leichter bewältigen, wenn man in einem kollegialen Team zusammenarbeitet. Deshalb ist es wichtig, Zusammengehörigkeit und gegenseitige Unterstützung unter den KollegInnen zu fördern. Durch gemeinsame Rituale oder besondere Aktionstage und Projekte für Gruppenaufgaben wird der Teamgeist gestärkt und gleichzeitig für Spaß am Arbeitsplatz gesorgt.

Fazit: Herausragende Lehrbetriebe stärken ihre Arbeitgeberattraktivität durch den richtigen Umgang mit ihren Lehrlingen!

Was für Lehrlinge zählt, sind nicht vorrangig die besonderen Benefits oder die materiellen Goodies. Von größerer Bedeutung ist die Art und Weise, wie Lehrlinge behandelt werden. Erfolgreiche Lehrbetriebe wissen, worauf es bei der Lehrlingsausbildung ankommt. Die offene Kommunikation, das wertschätzende Führungsverhalten und das spürbare Vertrauen sind Werte, die für Lehrlinge zählen und ihre Motivation und Freunde am Beruf steigern.

AusbilderInnen sollten auf eine vertrauensbasierte Ausbildungskultur setzen und Lehrlinge nicht als unerfahrene AnfängerInnen betrachten, sondern die jungen Menschen als „Rohdiamanten“ wahrnehmen, die bestmöglich für ihren Betrieb ausgebildet werden und die Fachkräfte von morgen sind.

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